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12.08.2014

15:24 Uhr

Rentenreform

Beamte dürfen nicht mit 63 in Pension

Die Rentenreform wird wohl nicht auf Beamte von Bund und Ländern übertragen: Sie können nicht auf eine Rente mit 63 Jahren hoffen, bei der Mütterrente wird noch geprüft. Hoffnung besteht lediglich für Bayerns Beamte.

Er fordert gleiche Rechte für Beamte: Klaus Dauderstädt, der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes. imago

Er fordert gleiche Rechte für Beamte: Klaus Dauderstädt, der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes.

BerlinDie meisten Beamten in Deutschland können nicht auf eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren hoffen. Das zeigt eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Bundesregierung bestätigte am Dienstag, dass eine Frühverrentung mit 63 nach 45 Arbeitsjahren für die Bundesbeamten nicht geplant sei. Bei den Verbesserungen für Mütter – ebenfalls Teil des seit Juli geltenden Rentenpakets der Koalition – werde noch geprüft.

Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und das Saarland äußerten sich auf dpa-Anfrage überaus skeptisch zu der vom Beamtenbund und einigen Unionsabgeordneten geforderten Übertragung der Rentenreform auf ihre Staatsdiener.

Lediglich Bayerns Beamte dürfen zumindest auf die teilweise Übertragung der Rentenreform hoffen. Ein Gesetzentwurf sei in München in Vorbereitung, hieß es. Die anderen Länder sehen offenbar gegenwärtig keinen Handlungsbedarf.

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Seit gut einer Woche kann von der abschlagsfreien Frührente Gebrauch gemacht werden. Doch das Gesetz könnte mit der Verfassung kollidieren. Die Linke forderte eine Neubewertung der Rentenpolitik.

Der Chef des Deutschen Beamtenbundes, Klaus Dauderstädt, sagte der dpa: „Auch Beamte müssen nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen können, und die Kindererziehungszuschläge für vor 1992 geborenen Nachwuchs müssen entsprechend der Neuregelung im Rentenrecht wirkungsgleich angehoben werden.“

Die Vorsitzende der Frauenunion, Maria Böhmer , sprach sich in der «Rheinischen Post» für eine Übertragung der Mütterrente auf Beamtinnen aus.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Peter Kock

12.08.2014, 16:39 Uhr

Hat Herr Dauderstädt es denn nicht bemerkt das der Beamte die 63 nicht haben muss ? Die lassen sich , wenn sie keine Lust mehr haben , einfach KAPUTTschreiben ! Das ist nicht neu und findet ständig Anwendung.

Herr Dipl. Ing.

12.08.2014, 16:43 Uhr

Der Beamtenbund hat veröffentlich, dass die Anzahl der dienstunfähigen Beamten, die vorzeitig in Pension geschickt werden, deutlich gestiegen ist. Hauptgrund ist das Burn-Out-Syndrom bzw. sonstige psychische Probleme.
...
Der Anteil dienstunfähiger Beamten liegt deutlich über dem Anteil arbeitsunfähiger Arbeitnehmern.
...
Das Durchschnittsalter (!) der aus psychischen Gründen frühpensionierten Beamten liegt bei 49 Jahren!
...
Win-Win-Situation für Ärzte und Beamte. Die Ärzte sichern sich zahlungskräftige und begehrte Privatpatienten, bei denen sie langfristig (!) sehr hohe Behandlungskosten abrechnen können und die Beamten sind dienstunfähig mit allen damit verbundenen Vorteilen der Beamten!

Eine klassische Win-Win-Situation! Welcher Arzt würde einen so gern gesehenen Privatpatienten der über Burn-Out und Depressionen klagt abweisen? Das wäre ja unverantwortlich, schließlich muß man den Privatpatienten Glauben schenken.

Beispiele, die diese Praxis untermauern gibt es auch in der Presse genug. Einfach mal googeln...

Nichts gegen die Menschen, die wirklich krank sind. Diese benötigen wirklich ernsthafte Hilfe. Leider leiden diese unter den schwarzen Schafen...

Herr D. Dino54

13.08.2014, 10:35 Uhr

Nur noch eins, welche Rentenreform ???

Nennt man diesen Murks seit Rot/Grün etwa eine Reform ?

Das böse erwachen kommt noch für viele schlafende, dann wird es bitter im unserem Land !

Die RENTE muss u.a. auf andere Säulen gestellt werden, sonst funktioniert es nicht, nur für wenige, die in diese "Kasse" nicht einzahlen !!!

Wacht endlich auf, verars..te Renten-Einzahler !

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