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11.02.2014

23:25 Uhr

Reporter ohne Grenzen

Einschränkungen der Pressefreiheit nimmt zu

Mit der Pressefreiheit ist es sogar in traditionellen Demokratien nicht zum besten, kritisierte die Journalistenorganisation ROG. Deutschland konnte in der jüngsten Rangliste seinen Rang dennoch ein bisschen verbessern.

Die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" engagiert sich weltweit für die Pressefreiheit, wie hier vor der russischen Botschaft in Berlin wegen Einschränkungen während der Olympischen Winterspiele in Sotschi. dpa

Die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" engagiert sich weltweit für die Pressefreiheit, wie hier vor der russischen Botschaft in Berlin wegen Einschränkungen während der Olympischen Winterspiele in Sotschi.

BerlinDie Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) hat sich besorgt über Einschränkungen der Pressefreiheit auch in traditionellen Demokratien geäußert. Selbst Staaten wie die USA und Großbritannien rückten "investigative Journalisten und ihre Hinweisgeber mittlerweile in die Nähe des Terrorismus", kritisierte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske anlässlich der Vorstellung der jüngsten "Rangliste der Pressefreiheit" am Mittwoch in Berlin.

Die Liste vergleicht die Situation der Medien in 180 Staaten und Regionen in der Zeit von Dezember 2012 bis Mitte Oktober 2013. Die besten Bedingungen finden demnach Journalisten in Finnland, es folgen die Niederlande und Norwegen.

Die Schlusslichter bilden wie seit Jahren Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Deutschland konnte seine Stellung gegenüber der vorhergegangenen Bestandsaufnahme um drei Plätze verbessern und liegt nun auf Rang 14.

Deutlich verschlechtert hat sich die Pressefreiheit laut ROG in den USA. Dort habe die staatliche Verfolgung von investigativen Journalisten und ihren Informanten aus den Sicherheitsbehörden ein "nie gekanntes Ausmaß erreicht", erklärte die Organisation. Der Umgang mit dem ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden solle Nachahmer offenkundig davon abschrecken, Journalisten brisante Informationen zuzuspielen. Ein anderes Beispiel sei das Ausspähen von Telefonanschlüssen der Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Großbritannien verschlechterte sein Ranking um drei Punkte und liegt nun auf Platz 33. Als Beispiel für den zunehmenden Druck auf britische Medien zitiert ROG den Fall der Zeitung "The Guardian". Sie wurde gezwungen, Festplatten mit Informationen von Snowden zu zerstören.

Kommentare (2)

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12.02.2014, 07:52 Uhr

Der freie Journalismus ist das Schwert der Bürger und wer hier als Staat eine Gefahr drin sieht, muss die Politiker
die ein Demokratiedefezit haben rauswerfen. Schon seit Jahren bemerkt man, dass die Presse immer mehr Konform schreibt und damit die Angsthasen- Demokratie vieler Politiker unterstützt. Gerade durch die Möglichkeiten von Abhöraktionen gegen Bürger,Presse und Politik wird sich ein Vorteil verschafft , die in Deutschland die NSA
einsam ausnutzt und ihre Spielchen treiben kann. Dazu kommen noch die Migrantenorganisationen, Jüdische Gemeinschaft und andere Interessengruppen, die ständig Presse und vor allen Foren überwachen. Ein Freier Journalist ist daher wertvoller, als 10 gezähmte Journalisten.

Demokratie muss jeden Tag verteidigt werden, gegen alle die sie begrenzen wollen.

DrJuncker

12.02.2014, 12:34 Uhr

Leider ist die deutsche Presse überwiegend bereits zur Staatspresse verkommen. Kritik, Aufklärung und Wahrheit sind Fehlanzeige. Für die Journalisten ist es natürlich leichter, denn Kritik, die begründet werden muss, macht Arbeit.

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