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23.07.2011

13:49 Uhr

Repräsentative Umfragen

Deutsche gegen Schuldenerlass für Griechen

Die Mehrheit der Deutschen hält es für falsch, Griechenland einen Teil seiner Schulden zu erlassen. Das ergeben Umfragen der Gesellschaft für Konsumforschung und des Meinungsforschungsinstituts Emnid vom Wochenende

Das Logo der GfK, der Gesellschaft für Konsumforschung, am Hauptsitz des Unternehmens in Nürnberg. Quelle: dpa

Das Logo der GfK, der Gesellschaft für Konsumforschung, am Hauptsitz des Unternehmens in Nürnberg.

BerlinEine deutliche Mehrheit der Bundesbürger fürchtet um den Fortbestand des Euro und lehnt einen Schuldenerlass für Griechenland ab. Das geht aus zwei am Wochenende veröffentlichten repräsentativen Umfragen hervor.

53 Prozent der Deutschen sagten einer Blitzumfrage des Meinungsforschungsinstitut Emnid für „Bild am Sonntag“ zufolge, sie hielten es für falsch, Griechenland einen Teil seiner Schulden zu erlassen. 39 Prozent befürworten dies. 72 Prozent der Befragten glaubten nicht, dass der Euro dank der Beschlüsse des Brüssler Gipfels dauerhaft gerettet ist.

Ähnlich lautet das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsunternehmen GfK im Auftrag der „Welt am Sonntag“. Insgesamt 71 Prozent der Befragten rechnen demnach damit, dass die Euro-Krise schwerwiegende Folgen haben wird. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) erwartet, dass die Gemeinschaftswährung im Zuge der Krise durch Inflation an Wert verliert.

Fast ein Drittel (31 Prozent) gehen laut der GfK-Studie davon aus, dass zumindest einzelne Länder den Währungsraum verlassen werden. Und ein Fünftel (20 Prozent) glaubt sogar, dass die Währungsunion ganz auseinanderbricht.

Besonders groß ist der Pessimismus in Ostdeutschland, wo nur vier Prozent erwarten, dass der Euro die Krise unbeschadet übersteht; im Westen beträgt dieser Wert neun Prozent.

Die GfK befragte insgesamt 1068 Männern und Frauen in Deutschland befragt. Die Umfrage wurde Mitte Juli durchgeführt, also noch vor dem jüngsten Krisengipfel in Brüssel. Emnid befragte am 22. Juli insgesamt 502 Personen.

Von

dapd

Kommentare (2)

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h.schmahl

23.07.2011, 14:34 Uhr

Warum werden Alternativen nie ernsthaft in Erwägung gezogen,
sondern immer nur als Worst Case beschrieben ?
Der Aufschwung in Deutschland kommt immer noch nicht unten an und ist durch die Export nach China Komponente nicht unproblematisch

MIRO

24.07.2011, 02:30 Uhr

Ach wie herrlich, die Deutschen schnallen es langsam.
Daß der EURO kein Bestand hat und sich im Finalstadium befindet ist bei Fachleuten schon lange kein Thema mehr.
Für die meisten Ökonomen, zumindest bei denen die die
Sache realistisch betrachteten war schon bei der Einführung des EURO klar, daß es sich nur um eine Übergangswährung handeln wird.Ich persönlich war auch von Anfang an gegen die Euroeinführung.Heute muß ich feststellen,daß meine damaligen Befürchtungen in punkto Stabilität und Einhaltung der vereinbarten Maastrichverträgen weit mehr als übertroffen wurden.
Der EURO war und ist eine katastrophale Fehlentscheidung, besonders der deutschen Politiker.Das Volk wurde von Anfang
an belogen und betrogen und das bis heute.

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