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31.03.2011

21:47 Uhr

Rheinland-Pfalz

Schwarz-grünes Geheimgespräch "sehr angenehm"

Vier Tage nach der Landtagswahl haben sich CDU und Grüne in Rheinland-Pfalz zu einem ersten Gespräch getroffen. Das Treffen stärkt die Position der Grünen bei den Verhandlungen mit Ministerpräsident Beck.

CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner und der Grünen-Landesvorsitzende Daniel Köbler haben sich zu Geheimgesprächen in Mainz getroffen. Quelle: dpa

CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner und der Grünen-Landesvorsitzende Daniel Köbler haben sich zu Geheimgesprächen in Mainz getroffen.

Mainz/Ingelheim"Nun werden die Parteigremien über einen möglichen Fortgang der Gespräche beraten und entscheiden", teilten die Grünen am Donnerstagabend mit. Ähnlich formulierte es auch die CDU. Zwei Stunden habe man sich in Ingelheim über die Zukunft von Rheinland-Pfalz unterhalten, Ideen ausgetauscht und Grundsätze diskutiert.

"In Berlin war ein Gespräch mit den Grünen abseits des öffentlichen politischen Parketts immer möglich und fruchtbar. Ich freue mich, dass dies auch auf Landesebene nun möglich ist", erklärte die Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU, Julia Klöckner. Beide Parteien hatten ein großes Geheimnis um das Gespräch gemacht - weder Ort noch genaue Zeit waren bekanntgegeben worden.

Die Zeichen für eine neue Landesregierung stehen allerdings ganz auf Rot-Grün: Die Ökopartei hatte schon vor der Wahl am vergangenen Sonntag offen die SPD für ein Regierungsbündnis favorisiert. SPD und Grüne hatten sich am Mittwoch zu einem ersten Sondierungsgespräch getroffen. SPD-Ministerpräsident Kurt Beck sprach danach von einem sehr inhaltsreichen Gespräch und Grünen-Vorsitzender Daniel Köbler von viel Übereinstimmung.

Das Gespräch von Grünen und CDU am Tag danach war von vornherein als "komplett vertraulich" geplant worden, auch Abschlussfotos waren nicht gestattet. An der Unterredung nahmen neben Klöckner unter anderem die ebenfalls gerade erst gewählten Grünen Fraktionschefs Eveline Lemke und Daniel Köbler teil.

Für die Ökopartei stärkt das Treffen mit der CDU zwar die Verhandlungsposition mit der SPD. Doch ein rechnerisch mögliches schwarz-grünes Regierungsbündnis erwartet schon wegen der Atomfrage so gut wie niemand: Hier tun sich zumal nach der japanischen AKW-Katastrophe Abgründe zwischen beiden Parteien auf. Die Gespräche von SPD und Grünen sollen am kommenden Montag fortgesetzt werden.

Von

dpa

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