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09.03.2013

14:06 Uhr

Rösler auf dem Parteitag

„Wir werden gewinnen“

Auf dem FDP-Parteitag gibt sich der Chef der Liberalen kämpferisch. Trotz schlechter Umfragewerte gebe es keinen Anlass für Pessimismus. Dennoch gibt sich Philipp Rösler auch selbstkritisch und räumt Fehler ein.

FDP-Chef Rösler: Aufruf zum Kämpfen. dpa

FDP-Chef Rösler: Aufruf zum Kämpfen.

BerlinFDP-Chef Philipp Rösler hat in seiner Rede vor den Delegierten das Parteitags Fehler eingeräumt. In seiner zweijährigen Amtszeit als FDP-Vorsitzender habe es „manchmal auch wirklich schwierige Zeiten“ gegeben, sagte Rösler am Samstag in Berlin. Er habe sich „manchmal auch selber gemachte Fehler“ zuschulden kommen lassen, sagte Rösler. Der Parteichef räumte dabei auch Phasen des Selbstzweifels ein: „Es gab manchmal auch echt doofe Abende, wo man sich grundsätzliche Fragen gestellt hat.“

Geholfen habe ihm in solchen Momenten aber die Überzeugung, dass es sich lohne, für die Sache der FDP zu kämpfen, sagte Rösler weiter. Die FDP müsse „immer in der Lage sein aufzustehen, sich einmal zu schütteln wie ein guter Boxer und dann weiterzukämpfen“. Niemand dürfe „die Entschlossenheit, die Geschlossenheit und den Siegeswillen der Freien Demokratischen Partei unterschätzen“, betonte er.

Die FDP unter Parteichef Rösler

12. Mai 2011

Rösler, bisher Bundesgesundheitsminister, löst Rainer Brüderle als Wirtschaftsminister ab und steigt zum Vizekanzler auf.

13. Mai

Auf dem Parteitag in Rostock wird Rösler mit 95,1 Prozent als jüngster FDP-Vorsitzender und Nachfolger von Guido Westerwelle gewählt. Rösler verspricht: „Ab heute wird die FDP liefern.“

22. Mai

Die FDP fliegt mit 2,4 Prozent in Bremen aus der Bürgerschaft.

4. September

Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kassiert die FDP mit 2,8 Prozent die nächste Niederlage.

18. September

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin landen die Liberalen bei 1,8 Prozent.

14. Dezember

Generalsekretär Christian Lindner tritt überraschend zurück.

16. Dezember

Die Parteispitze setzt sich bei einem Mitgliederentscheid knapp mit ihrem Kurs bei der Euro-Rettung durch.

25. März 2012

Nachdem das Jamaika-Bündnis mit CDU und Grünen im Saarland geplatzt ist, stürzt die FDP bei der folgenden Landtagswahl auf 1,2 Prozent ab.

6. Mai

Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Schleswig-Holstein wird die schwarz-gelbe Koalition abgewählt. Mit Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki erringen die Liberalen aber 8,2 Prozent.

13. Mai

Bei der vorgezogenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen gewinnt Rot-Grün, mit Lindner an der Spitze kommen die Liberalen jedoch auf 8,6 Prozent. Im Bund bleiben die Umfrage in den folgenden Monaten desaströs.

6. Januar 2013

Entwicklungsminister Dirk Niebel verlangt beim Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart offen ein neues Führungsteam. Er fordert, den für Mai geplanten Parteitag vorzuziehen.

18. Januar

Zwei Tage vor der Niedersachsen-Wahl plädieren auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle und Lindner für ein Vorziehen des Parteitages.

20. Januar

Die FDP erreicht bei der Landtagswahl in Niedersachsen sensationelle 9,9 Prozent, viele Stimmen kommen von CDU-Wählern.

21. Januar

Die FDP-Führung einigt sich darauf, dass Rösler Parteivorsitzender bleibt. Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl soll Brüderle werden. Der Parteitag wird von Mai auf März vorgezogen.

Vom Koalitionspartner Union forderte Rösler Bewegung in der Frage der Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften: „Ich wünsche mir, auch unser Koalitionspartner hätte die Kraft, sich die Lebenswirklichkeit anzusehen.“ Die Koalition dürfe nicht tatenlos abwarten, bis das Bundesverfassungsgericht im Juli über die steuerliche Gleichstellung eingetragener Partnerschaften entscheidet.

„Es geht um gleich Rechte, und die fordern wir auch ein von unserem Koalitionspartner - nicht erst im Juli, sondern jetzt“, sagte der FDP-Vorsitzende. Anders als die Union sprach sich Rösler auch für die grundsätzliche Ermöglichung doppelter Staatsbürgerschaften aus. „Es gibt also ein paar Unterschiede zur Union, zu den Konservativen in unserem Land“, sagte Rösler.

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Kommentare (10)

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Account gelöscht!

09.03.2013, 14:17 Uhr

"Wir wissen nichts, wir können nichts und Ahnung haben wir schon garkeine....wie die anderen auch! Wählt uns, wir haben die schönsten Farben"

Das wäre mal ein ehrlicher Wahlspruch für ein Plakat. Wenn ich mir ansehe was diese ganzen PArteien bzw. diese PArteiendiktatur fabriziert haben und was davon nützlich und was schädlich war, dann ist die Schadensliste VERDAMMT lang.

naja

09.03.2013, 14:27 Uhr

Rösler als Dauerlos: fein.
Der Typ, so rein als Typ: erinnert an Reichsverweser.
Die FDP macht Witze.
Warum nicht?
Witzboldladen war das immer schon.

Kanzlerkandidat Rösler: liebe Kinder gebt fein acht, ich hab Euch was zu wählen mitbracht.

Die FDP hat es zum Unterhaltungswert gebracht: Respekt.

otto

09.03.2013, 14:28 Uhr

Wenn Wahlen wirklich irgendetwas bewirken könnten, wären sie schon längst verboten.

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