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25.05.2013

10:54 Uhr

Rohstoffe im Indischen Ozean

Deutschland auf der Suche nach Tiefseeschätzen

Deutschland erwägt den Kauf einer Erkundungslizenz für wertvolle Rohstoffe aus der Tiefsee. 500.000 US-Dollar würden die Rechte für ein riesiges Gebiet im Indischen Ozean kosten.

Manganknollen werden am Meeresboden in einer Tiefe von mehreren tausend Metern im Pazifik untersucht. dpa

Manganknollen werden am Meeresboden in einer Tiefe von mehreren tausend Metern im Pazifik untersucht.

HannoverIm Rennen um wertvolle Rohstoffe aus der Tiefsee könnte Deutschland bald ein neues Kapitel aufschlagen und sich ein riesiges Gebiet im Indischen Ozean sichern. Mit der 500.000 Dollar teuren Lizenz (385.000 Euro) hätte die Bundesrepublik weitreichende Erkundungsrechte und würde sich auf 15 Jahre den exklusiven Zugang zu den Tiefseeschätzen sichern. „Die Entscheidung über eine deutsche Lizenz ist theoretisch noch in 2013 möglich, es wird aber wohl auf 2014 hinauslaufen“, teilte die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover zum Stand der Pläne mit.

Derzeit laufe noch die Abstimmung mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Ein industrielles Schürfen über Proben hinaus wäre mit der Erlaubnis jedoch noch nicht möglich. Deutschland hält bereits seit längerem Erkundungslizenzen für den Pazifik. Im Indischen Ozean zielt Deutschland bei seinen Lizenzplänen auf sogenannte vielmetallische Sulfide, in denen begehrte Rohstoffe schlummern, die etwa für die High-Tech-Industrie sehr wichtig sind.

Weltweit gibt es bisher noch keinen Tiefseebergbau. Eine Handvoll Staaten und teils auch private Unternehmen stehen jedoch schon in den Startlöchern. Deutschland hat bereits Lizenzen in zwei Gebieten des Pazifiks, die zusammen größer sind als Bayern. Dort läuft die Analyse der Metallschätze am Meeresgrund bereits heute auf Hochtouren. Das Bundeswirtschaftsministerium prüft derzeit Förderprogramme für einen Abbautest im industriellen Maßstab in den lukrativen Pazifikgebieten.

Kommentare (2)

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Tabu

25.05.2013, 13:46 Uhr

Weltweit gibt es bisher noch keinen Tiefseebergbau. Eine Handvoll Staaten und teils auch private Unternehmen stehen jedoch schon in den Startlöchern.
-----------
zerstört nur alles,ihr Idioten.
Atomare Nachbeben im Stillen Ozean
Die Folgen der französischen Nukleartests auf Mururoa
Ein 300 Quadratkilometer großes Korallenatoll
zerstört.
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/einewelt/515748/
Schweröl in den Meeren.
Überfischung..
Dieses Biotop gehört uns nicht.Das ist eine Welt für sich.

Account gelöscht!

25.05.2013, 17:30 Uhr

@ Tabu,
es ist doch leider politisch und wirtschaftlich längst gängige Praxis; "was uns nicht gehört können wir auch in Beschlag nehmen".

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