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09.10.2014

08:59 Uhr

Rot-Rote Koalition

SPD und Linke machen in Brandenburg weiter

SPD und Linke haben sich in der Nacht auf Donnerstag auf eine Fortsetzung der Koalition in Brandenburg geeinigt. Ziele der gemeinsamen Regierungszeit: mehr Polizisten, mehr Lehrer, weniger Landkreise.

Dietmar Woidke (SPD) führt als Ministerpräsident weiter eine Rot-Rote Koalition in Brandenburg an. dpa

Dietmar Woidke (SPD) führt als Ministerpräsident weiter eine Rot-Rote Koalition in Brandenburg an.

PotsdamNach knapp zweiwöchigen Verhandlungen haben sich SPD und Linke in Brandenburg auf die Fortsetzung ihrer Koalition geeinigt. „Wir sind am Mittwoch um kurz vor elf in der Nacht fertig geworden“, sagte ein Sprecher der SPD-Landtagsfraktion am Donnerstag. Der Koalitionsvertrag solle am Freitag vorgestellt werden.

SPD und Linkspartei können damit ihre bisherige rot-rote Koalition unter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) fortführen. Die SPD hatte die Landtagswahl am 14. September klar gewonnen, die Linke rund ein Drittel ihrer Stimmen verloren.

Die SPD in Zahlen

Mitglieder

Die SPD hatte Ende Oktober 473.048 Mitglieder. Der Höchststand wurde mit 1,261 Millionen 1923 in der Weimarer Republik erreicht. Das Durchschnittsalter liegt heute bei rund 59 Jahren.

Ortsvereine

Derzeit gibt es rund 9000 Ortsvereine. Nach der Wiedervereinigung waren es in den 1990er Jahren bis zu 10.000.

Teures Jahr

Schatzmeisterin Barbara Hendricks muss 2013 viel Geld locker machen: 23 Millionen Euro soll der Bundestagswahlkampf gekostet haben, über zwei Millionen die Feiern zum 150-jährigen Bestehen der deutschen Sozialdemokratie. Und eine Million wird der Mitgliederentscheid über den Eintritt in die große Koalition kosten.

99,7 Prozent

Das beste Ergebnis bei Wahlen zum SPD-Chef nach 1945. Kurt Schumacher schaffte das 1947 und 1948. Das schlechteste Ergebnis bisher waren die 62,6 Prozent von Oskar Lafontaine bei der Kampfabstimmung 1995 in Mannheim gegen Rudolf Scharping.

Nach Angaben des SPD-Fraktionssprechers stehen die Zuschnitte und die Besetzung der Ministerien noch nicht fest. Zunächst sollen nun die Parteien über den Koalitionsvertrag beraten. Die Linke hält einen Mitgliederentscheid über den Koalitionsvertrag ab, bei der SPD soll am 1. November ein Parteitag dazu stattfinden.

Wie der SPD-Sprecher weiter sagte, einigten sich SPD und Linke unter anderem darauf, 700 zusätzliche Lehrer einzustellen und den Betreuungsschlüssel in Kitas zu verbessern. Mehr Personal soll es auch bei der Polizei geben. Zudem soll die Zahl der Landkreise auf höchstens zehn reduziert werden.

Von

afp

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