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26.03.2011

08:54 Uhr

Rückendeckung

Bankenverband verteidigt deutschen Beitrag zum Rettungschirm

Der Bundesverband Deutscher Banken hat den deutschen Beitrag zum unbefristeten Rettungsschirm für krisengeschüttelte Euroländer verteidigt. Deutschland stehe in der Verantwortung.

Bankenverbands-Präsident Andreas Schmitz (links) verteidigt die EU-Politik von Kanzlerin Merkel. Quelle: Reuters

Bankenverbands-Präsident Andreas Schmitz (links) verteidigt die EU-Politik von Kanzlerin Merkel.

BerlinDeutschland als Exportnation profitiere besonders von einem stabilen Euro, sagte Andreas Schmitz, Präsident des Bundesverband Deutscher Banken. Deshalb greife Deutschland noch einmal tief in die Tasche, „und gibt Garantien, um eine Pleite angeschlagener Länder zu verhindern“. Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nannte das Paket „richtig, aber noch nicht hinreichend, um eine Krise dieser Größenordnung auszuschließen“. Dagegen sieht der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, nun eine Langfristperspektive, wie Länder vor den Kapitalmärkten geschützt werden können. 

Der von den 17 Staats- und Regierungschefs der Eurozone am Freitag beschlossene Pakt soll ab Mitte 2013 den befristeten Rettungsschirm für die angeschlagene Gemeinschaftswährung ablösen. 

Er ist mit 500 Milliarden Euro ausgestattet, von denen 80 Milliarden als Bareinlage im Zeitraum 2013 bis 2017 eingezahlt werden müssen. 

Ziel ist es, die wirtschaftliche Säule der Währungsunion durch eine neue Qualität der Zusammenarbeit zu stärken und eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit zu erreichen. Dazu soll es jährliche nationale Verpflichtungen der Mitglieder geben. 

In einem Beitrag für die Zeitung „Bild am Sonntag“ warnt Bankenpräsident Schmitz Staaten der Euro-Zone davor, den Rettungsschirm als Freibrief für neue Schulden zu missbrauchen: „So wichtig diese Rettungsmaßnahme jetzt auch ist, so wichtig ist es zudem, dass diese Länder in Zukunft ihre Hausaufgaben machen und ihre Schuldenprobleme nicht mit neuen Schulden lösen. Wir müssen wieder dahin kommen, dass wirklich jedes Land für seine Schulden selbst verantwortlich ist.“ Länder, die jetzt schnelle Hilfe benötigten, müssten die bittere Pille schlucken und Reformen akzeptieren.

Kommentare (12)

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Morchel

26.03.2011, 09:57 Uhr

Konstruktiv ist diese verteidigung keines falls,ehr kontraproduktiv.Fangen wir an diese experten zu hinterfragen. Wir haben 2 Billionen Staatsverschuldung brauchen weit über 800 Jahre zur tilgung. Die demokrafische entwicklung ist glatt im kolabieren dank der CDU-Politik. Wie kann jemand geld in die hand nehmen wenn er keins hat es sei den es ist so einiges an gewinne privatisiert worden. So nun schreien diese totengräber der Wirtschaft ausländische Fachkräfte brauchen wir,nein brauchen wir nicht es hasich weltweit herrumgesprochen was für praktiken an der tagesordnung sind und jeder davongegangene Facharbeiter ist besser wie jede regierungspropaganda aller Leyen wo wo sie doch die verarsche ordentlich mitgestaltet hat.

Account gelöscht!

26.03.2011, 10:58 Uhr

Von Schmitz, Horn und Steinbrück war keine andere Ansicht zu erwarten. Ihre jeweilig unterschiedliche Interessenlage und ihre ideologischen Brillen lassen von vornherein nicht zu, sich mit der Thematik sachlich und objektiv auseinander zu setzen.

Während der Bankenverbandspräsident lediglich von Lobbyismus getrieben wird, schimmern bei Steinbrück und speziell bei Horn mal wieder ihre eigenwilligen Interpretationen von Keynes durch - die haben uns erst in die Krisensituationen hinein befördert.

Account gelöscht!

26.03.2011, 11:11 Uhr

Seit wann ist Steinbrück Mitglied der CDU? Seit 1998 hat die SPD die Finanzpolitik in der BRD gestaltet (wenn man das überhaupt Gestaltung nennen darf). Merkel hatte von Finanzpoltik noch irgendwelche Ahnung, sie hat das nachgebetet, was Steinbrück erzählte. Die Rettung der deutschen Banken geht auf sein Konto - das war der erste teure Rettungsschirm.

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