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23.05.2017

03:21 Uhr

Rücktrittsforderungen

Ralf Stegner gibt nicht nach

Ralf Stegner will seine Verantwortung als SPD-Landesvorsitzender weiter wahrnehmen. Vor gut 200 Mitgliedern hat er parteiinterne Rücktrittsforderungen zurückgewiesen. Für die nächste Wahl machte er einen Vorschlag.

Ralf Stegner will seine Verantwortung als Landesvorsitzender weiter wahrnehmen. dpa

Ralf Stegner

Ralf Stegner will seine Verantwortung als Landesvorsitzender weiter wahrnehmen.

KielDer schleswig-holsteinische SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner will parteiinternen Rufen nach seinem Rücktritt nicht nachgeben. „Es gab auch Rücktrittsforderungen“, räumte Stegner am späten Montagabend in Kiel nach einer Parteikonferenz mit gut 200 Mitgliedern ein. Er wolle seine Verantwortung als Landesvorsitzender aber weiter wahrnehmen.

Die Parteikonferenz hatte über mögliche Konsequenzen aus der verlorenen Landtagswahl am 7. Mai beraten. Er habe vorgeschlagen, in die nächste Wahl mit einer Spitzenkandidatin zu gehen, sagte Stegner, der auch Stellvertreter von Bundesparteichef Martin Schulz ist.

Rücktrittsforderungen an Stegner sind in der Minderheit. Auf grob 20:80 schätzte Landesgeschäftsführer Christian Kröning das Verhältnis in bisherigen Mail-Rückmeldungen aus der Partei auf das Wahlergebnis.

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Die Kreisverbände Nordfriesland und Flensburg hatten Stegner per Beschluss zum Rücktritt aufgefordert, auch aus Lauenburg und von Ex-Innenminister Andreas Breitner wurden solche Forderungen laut. Dagegen forderten am Montag die Kreisvorsitzenden von Stormarn und Pinneberg, die Rücktrittsforderungen an Stegner zu beenden.

Die SPD hatte bei der Wahl nur 27,3 Prozent geholt und alle ihre Wahlziele verfehlt. Sie wurde nicht stärkste Kraft, konnte die AfD nicht aus dem Landtag heraushalten, und die bisherige Koalition aus SPD, Grünen und SSW verlor ihre Mehrheit.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Herr Georg Th. Kiss

23.05.2017, 10:02 Uhr

Typischer SPD-Grande.
Über Demokratie schwafeln, aber keine Wahl fordern, die eine Abwahl bedeuten könnte.
Von Verantwortung übernehmen nichts gehört, außer eventuellen Phrasen.....

Frau Lana Ebsel

23.05.2017, 11:00 Uhr

Es ist gut, wenn Stegner bleibt, denn so lange die Bürger Deutschlands sein Gesicht vor Augen haben, werden sie daran erinnert, was sie von der SPD erwarten können.

Herr Gerald Gantz

23.05.2017, 15:08 Uhr

Er verteidigt seine Position am Fresstrog. Was soll er auch anderes machen? Er kann doch sonst nichts. Arbeiten und Geld verdienen ist nicht seine Sache, genau wie bei den meisten Politikern.

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