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29.01.2014

14:57 Uhr

Rüstungsindustrie

Gabriel will Waffenexport an „Unrechtsregime“ stoppen

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hält es für eine „Schande“, dass Deutschland zu den größten Waffenexporteuren gehört. Er will die Rüstungslieferungen einschränken - vor allem gegenüber „Unrechtsregimen“.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Wenn man die Waffen in die falschen Regionen gibt, kann es zu einem Geschäft mit dem Tod werden.“ AFP

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: „Wenn man die Waffen in die falschen Regionen gibt, kann es zu einem Geschäft mit dem Tod werden.“

HamburgBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) will Rüstungsexporte aus Deutschland einschränken. „Es ist eine Schande, dass Deutschland zu den größten Waffenexporteuren gehört“, sagte Gabriel dem Magazin „Stern“. Besonders Kleinwaffen seien „die Bürgerkriegswaffen schlechthin geworden“. Daher plädiere er für eine restriktive Haltung beim Waffenexport.

„Wenn man die Waffen in die falschen Regionen gibt, kann es zu einem Geschäft mit dem Tod werden“, warnte Gabriel. Daher gelte für ihn: „Keine Waffen an Länder, in denen Bürgerkrieg herrscht. Auch Unrechtsregimen sollte man keine Waffen verkaufen.“

Die wichtigsten Standorte der Airbus-Rüstungssparte

Platz 10

Schrobenhausen - 1100 Beschäftigte - Forschung, Lenkwaffen Raketen

Platz 9

Backnang - 1200 Beschäftigte - Kommunikationstechnik

Platz 8

Varel - 1260 Beschäftigte - Teile für Militärtransporter, Kampfflugzeuge

Platz 7

Unterschleißheim - 1400 Beschäftigte - IT, Verwaltung, Montage

Platz 6

Ottobrunn - 1400 Beschäftigte - Satelliten, Forschung, Verwaltung

Platz 5

Friedrichshafen - 2500 Beschäftigte - Satelliten, Sonden

Platz 4

Ulm - 3000 Beschäftigte - Radar

Platz 3

Augsburg - 3000 Beschäftigte - Teile für Kampfflugzeuge, Militärtransporter

Platz 2

Bremen - 3200 Beschäftigte - Satelliten, Trägerraketen

Platz 1

Manching - 4500 Beschäftigte - Kampfflugzeuge

Der SPD-Chef forderte auch mehr Transparenz bei Rüstungsgeschäften, über die bislang der geheim tagenden Bundessicherheitsrat entscheidet. „Ich würde ja dem Parlament das Recht geben, eine Entscheidung des Bundessicherheitsrats anzuhalten“, sagte Gabriel. Dies scheitere jedoch am Widerstand der Union.

Von

afp

Kommentare (4)

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Rene

29.01.2014, 16:06 Uhr

Er soll Arbeitsplätze schaffen und nicht zerstören. Bisher höre ich nur Verbot hier, Verbot da. Na ja, seine Frau Nahler darf dann in ihrem Ministerium die Arbeitslosen verwalten. Gute Nacht Deutschland.

Account gelöscht!

29.01.2014, 16:09 Uhr

„„Wenn man die Waffen in die falschen Regionen gibt, kann es zu einem Geschäft mit dem Tod werden“, warnte Gabriel. Daher gelte für ihn: „Keine Waffen an Länder, in denen Bürgerkrieg herrscht. Auch Unrechtsregimen sollte man keine Waffen verkaufen.““

Ist der naiv, glaubt der wirklich, daß dann keine Waffen in Krisenregionen gelangen, wenn wir keine mehr lieferten? Alle anderen Waffenlieferanten, die sich vornehmlich aus „unseren Freuden“ zusammensetzen, werden sich wieder einmal die Hände reiben und fröhlich liefern, solange die andere Seite zahlt. Und dann steht noch die Definition „Unrechtsregime“ aus, wen will er in diese Schieblade packen?

Account gelöscht!

29.01.2014, 19:46 Uhr

Ein "Gabriel" wie wir ihn kennen, ein Populistischer "Rohrkrepierer " nix weiter.
Erstens ist die Union die Regierungspartei und Zweitens heißt die Kanzlerin Merkel , Gott sei dank !!!!

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