Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.03.2012

17:40 Uhr

Ruheständler im Westen

Größtes Rentenplus seit Jahren

Die Bezüge der Ruheständler im Westen sollen ab 1. Juli um 2,18 Prozent angehoben werden, im Osten sollen es 2,26 Prozent mehr sein. Für den Westen ist das die zweitgrößte Rentenanhebung seit 1994.

Rund 20 Millionen Rentner dürfen sich über mehr Geld freuen. dapd

Rund 20 Millionen Rentner dürfen sich über mehr Geld freuen.

BerlinDie Renten steigen am 1. Juli zwar deutlich - aber nicht so sehr wie erwartet. Im Osten bekommen Rentner 2,26 Prozent mehr, im Westen 2,18 Prozent. Das kündigte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Montag in Hannover an. Sie sprach von einer „guten Nachricht für die 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner“ in Deutschland. Im vergangenen Jahr hatten die Ruheständler einheitlich 0,99 Prozent mehr bekommen.

Mit den Rentenerhöhungen werden auch die Rentner an der zuletzt guten Wirtschaftsentwicklung und den Lohnzuwächsen des vergangenen Jahres beteiligt, allerdings nicht in vollem Umfang. Die höheren Renten dürften die Geldentwertung in diesem Jahr nicht ausgleichen können. Im Februar lag die Inflationsrate bei 2,3 Prozent.

Bei einer Monatsrente von 750 Euro macht das im Westen 16,35 Euro mehr aus und im Osten 16,95 Euro. Bei einem Rentner mit 1200 Euro beträgt das Plus im Westen 26,16 Euro und im Osten 27,12.

Der Aufschlag fällt vor allem im Osten deutlich geringer aus, als erwartet worden war. Im vergangenen Herbst hatte die Rentenversicherung 3,2 Prozent für Ostdeutschland und 2,3 Prozent für die Westrentner prognostiziert. Am Wochenende hatten Meldungen über Aufschläge von 3,6 Prozent im Osten und von 2,2 Prozent im Westen die Runde gemacht.

Von der Leyen begründete dies damit, dass die Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zur Lohnentwicklung „schlicht und einfach zu optimistisch gewesen“ seien. „Aber das haben Schätzungen so an sich, dass sie nicht punktgenau sind.“ Nach den Worten der Ministerin gibt es „unter dem Strich eine positive Rentenentwicklung über der Inflationsrate“. Sie nannte es eine erfreuliche Entwicklung, dass die Ost-West-Angleichung bei den Renten nicht zum Stillstand gekommen sei.

„Die Lohnentwicklung im letzten Jahr war gut. Das spiegelt sich in diesem Jahr in der Rentenerhöhung wider“, erklärte von der Leyen. Zugleich machten sich aber noch die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise bemerkbar.

Dass die Rentenerhöhung geringer ausfällt als rein rechnerisch nach der Lohnentwicklung 2011 möglich gewesen wäre, führte sie auf die Rentengarantie zurück, deretwegen eigentlich notwendige Rentenkürzungen ausfielen. Dieser Überhang werde jetzt mit den Erhöhungen verrechnet. „Insofern ist das ein erfreuliches Ergebnis, aber es erzählt noch die Geschichte der Vergangenheit.“

Von der Leyens Fazit: „Die Rente steigt, das ist schön, über zwei Prozent im Osten und im Westen, aber sie steigt nicht ganz so hoch, weil wir die Rentengarantie nachholen, die in der Wirtschafts- und Finanzkrise ausgesprochen wurde.“

Durch den etwas höheren Aufschlag im Osten wird sich der Renten-Rückstand zum Westen minimal verringern. Mit der Rentenerhöhung will sich das Bundeskabinett an diesem Mittwoch in Berlin befassen.

Von

rtr

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

12.03.2012, 15:55 Uhr

WoooooW krass, das bedeutet ja dass ein Rentner im Schnitt 20-30 Euros mehr hat im Monat, ist ja der Hammer in der ZEit von PReisexplosionen und staatlicher Abzockerei.

MaWo

12.03.2012, 16:21 Uhr

@ karstenberwanger,
95,5% der Frauen und 53,6% der Männer erhalten unter 1.050 EURO/Monat als Rentenzahlbetrag.
56,4% der Frauen und 19,2% der Männer erhalten unter 500,00 EURO/Monat als Rentenzahlbetrag.

Frau

12.03.2012, 16:47 Uhr

Ich bin Frau. Erhalte eine Rente von Euro 501.21. Die Euro von ungefaehr 10.52 im Monat ,die ich vielleicht ausbezahlt bekomme werden mir ein echter Ehrensold werden. Die Menschen,die Deutschland ,mit schwerer Arbeit, aufgebaut haben, werden wie Bettler behandelt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×