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20.11.2014

02:28 Uhr

Ruhestand

Nachfrage-Boom bei Rente mit 63

Etliche beantragen die kürzlich eingeführte abschlagsfreie Rente mit 63. Mehr als 100.000 Anträge sind einem Zeitungsbericht zufolge bereits bewilligt worden. Die Nachfrage ist höher als angenommen, die Kosten auch.

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BerlinDie zur Jahresmitte eingeführte abschlagfreie Rente mit 63 wird rege genutzt. Von den 163.000 Anträgen, die bis Ende Oktober gestellt wurden, seien bereits rund 110.000 bearbeitet und „fast ausnahmslos bewilligt“ worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Die Antragsteller seien etwa zu zwei Drittel männlich, hieß es.

Arbeitsmarktforscher rechnen dem Bericht zufolge weiter mit einer erheblichen Nachfrage. Da etwa ein Drittel der geburtenstarken Jahrgänge 1950 bis 1963 die Voraussetzungen der abschlagfreien Frührente erfülle, „könnten in den kommenden Jahren jährlich in einer Größenzahl von 300.000 bis 450.000 Personen anspruchsberechtigt sein“, sagte Ulrich Walwei, Vize-Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg, der Zeitung.

85.000 Anträge: Run auf Rente mit 63

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Von der zum 1. Juli eingeführten Neuregelung profitiert, wer mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Zunächst gibt es die abschlagsfreie Rente ab 63, bis 2029 wird das Eintrittsalter aber für jeden neuen Rentnerjahrgang schrittweise auf 65 Jahre angehoben. Das Modell kostet zwischen zwei und drei Milliarden Euro pro Jahr.

Dem Bericht zufolge ist die Nachfrage derzeit höher als zunächst angenommen. Dadurch würden die Kosten für die Rente mit 63 in diesem Jahr voraussichtlich 1,5 Milliarden Euro statt der geplanten 0,9 Milliarden betragen. Im kommenden Jahr sei mit Kosten von 3 Milliarden statt der geplanten 1,5 Milliarden Euro zu rechnen.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Herr Teito Klein

20.11.2014, 07:45 Uhr

Rente mit 63 ist schön
---------
muss ich ja dann nicht mehr arbeiten gehen.
Dafür werden die Rentenkassen geplündert, haben sie doch "Überschüsse".
Diese müssen natürlich für Wahlgeschenke ausgegeben werden. (Mütterrente, Rente mit 63, Mindestlohn, Pensionstsunami, etc.

Als Beamter (Lehrer) gehe ich natürlich wegen "Schülerallergie" in 35 in die Frühpension - natürlich bei vollen Bezügen.
Andere Beamte gehen wegen "Rückenleiden" in Pension.
Sie erhalten dann 14 Pensionen/a.
Diese berechnen sich aus 71,5% ihres letzten Brutto. Es soll auf 110% angehoben werden.
Das Rentenniveau soll im Gegenzug auf 40% abgesenkt werden.

Herr J.-Fr. Pella

20.11.2014, 08:13 Uhr

Man schießt wieder mit Kanonen auf Spatzen.
Die Erhöhung der Anträge heißt nicht, dass diese auch bewilligt werden.
Des weiteren unterhalten wir uns im Promillebereich.
Eigenartigerweise schreien die am lautesten, die sowieso
Pensionen erhalten werden, ohne je m a l s einen Pfennig (Cent) eingezahlt zu haben.

Herr Matthias Vodde

20.11.2014, 08:48 Uhr

Also laut Rentenanstalt wurder sie fast ausnahmslos bewilligt.
Kam jedenfalls vorhin so im Radio...

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