Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.02.2017

16:31 Uhr

Russland-Abschreckung

Bundeswehr schickt Panzer nach Litauen

Die Bundeswehr hat 20 Panzer auf den Weg nach Litauen geschickt. Diese sollen zur Abschreckung Russlands an der Nato-Ostflanke dienen. Die Aufrüstung ist eine Reaktion auf die russische Vereinnahmung der Krim.

Aufrüstung abgeschlossen

Schweres Geschütz: Deutsches Kriegsgerät in Litauen angekommen

Aufrüstung abgeschlossen: Schweres Geschütz: Deutsches Kriegsgerät in Litauen angekommen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

GrafenwöhrZur Abschreckung Russlands an der Nato-Ostflanke hat die Bundeswehr Panzer auf den Weg nach Litauen geschickt. 20 „Marder“-Schützenpanzer wurden am Dienstag auf dem Gelände der US-amerikanischen Streitkräfte im bayerischen Grafenwöhr auf Eisenbahnwaggons verladen, wie die Bundeswehr mitteilte. Sechs „Leopard 2“-Kampfpanzer seien bereits am Montag auf den Weg geschickt worden. In einigen Tagen sollen die Panzer den Militärstützpunkt Rukla erreichen, 100 Kilometer von der russischen Grenze entfernt.

Insgesamt wurden damit seit Mitte Januar bereits etwa 120 Container und 200 Fahrzeuge verladen. Die Bundeswehr führt in Litauen ein Nato-Bataillon zur Abschreckung Russlands. Das Land fühlt sich wie die beiden anderen baltischen Staaten und Polen durch den mächtigen Nachbarn Russland bedroht. Insgesamt sollen 450 deutsche Soldaten dorthin entsandt werden. 300 sind nach Angaben eines Sprechers bereits vor Ort, der Rest will sich noch diese Woche auf den Weg machen.

Die Aufrüstung der Nato ist eine Reaktion auf die Vereinnahmung der ukrainischen Krim durch Russland, die zu massiven Spannungen zwischen der Nato und Moskau geführt hat. Jeweils 1.000 Soldaten werden nach Litauen, Estland, Lettland und Polen geschickt - die größte Truppenverlegung Richtung Osten seit Ende des Kalten Krieges.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Gerald Gantz

21.02.2017, 17:54 Uhr

Sinnvoller wäre es gewesen, wenn die baltischen Staaten mit Russland über Nichtangriffspakte verhandelt hätten. Russland hat sich immer an Verträge gehalten. Der Sonderfall Krim kann hier nicht als Vertragsbruch gewertet werden, denn die Aggression kam von außen und keines der Mächte hätte anders gehandelt, als Putin.
Hoffentlich geht das für unsere Bundeswehrsoldaten gut mit den ständigen Sticheleien. Das kann auch als Exempel mal richtig in`s Auge gehen.

Herr Peer Kabus

21.02.2017, 18:40 Uhr

Auch die SU hat nie NATO-Staaten militärisch angegriffen.

Was soll sich daran unter Putin jetzt auf einmal verändert haben?

Nur weil Polen etc. sich bedroht "fühlen", wird jetzt militärisches Protzgehabe von v. d. Laien praktiziert? Oder hat die noch andere Gründe?

In dem Zusammenhang erinenre ich an die Mißachtung des BT-Abschlusses zum Abzug der US-Atomwaffen in Deutschland.

Was ist stattdessen passiert? Die USA haben nichts abgezogen, sondern gegen schönste neue Atomwaffen ausgetauscht.

Warum fordert v. d. Laien nicht die Stationierung dieser Atomwaffen in Polen statt in Deutschland? Zusammen mit den Raketenabwehrsystemen in Polen wäre das doch eine wunderbare Kombination der Abschreckung. Und wir müssten keine Soldaten an Russlands Grenzen abstellen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×