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11.03.2016

14:13 Uhr

Russland in der Krise

Moskau fährt Rüstungsaufträge zurück

Die russische Wirtschaft leidet unter dem Ölpreisverfall und den westlichen Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts. Das Finanzministerium mahnt deshalb Einsparungen an. Das trifft auch die Rüstungsindustrie.

Die Krise zwingt die Regierung in Moskau zu Einschnitten im Wehretat. dpa

Wladimir Putin

Die Krise zwingt die Regierung in Moskau zu Einschnitten im Wehretat.

MoskauRussland will seine Rüstungsaufträge in diesem Jahr offenbar als Reaktion auf die Wirtschaftskrise zurückfahren. Der Chef des staatlichen Rüstungskonzerns Rostec, Sergej Tschemesow, sagte in einem am Freitag veröffentlichten Interview des „Wall Street Journal“, er gehe von einem Rückgang von zehn Prozent aus. Bereits jetzt sei ein Minus spürbar.

Russland in der Krise: Moskau kürzt Wehretat wie nie zuvor unter Putin

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Moskau kürzt Wehretat wie nie zuvor unter Putin

Putin will Russland zu alter militärischer Stärke zurückführen. Die Rüstungsausgaben waren unter ihm bisher kräftig gestiegen. Allerdings kann sich auch das russische Militär nicht den Folgen der Krise entziehen.

Die Nachrichtenagentur Ria berichtete am Wochenende, die Krise zwinge die Regierung in Moskau zu Einschnitten im Wehretat. Das Verteidigungsministerium wolle seinen Haushalt in diesem Jahr um fünf Prozent kürzen. Dies wäre der größte Einschnitt seit Beginn der ersten Amtszeit von Präsident Wladimir Putin im Jahr 2000. Die Ausgaben zur Modernisierung der Streitkräfte waren unter Putin kräftig gestiegen.

Die russische Wirtschaft leidet unter dem Ölpreisverfall und den westlichen Sanktionen im Zuge des Ukraine-Konflikts. Das Finanzministerium hat deshalb Einsparungen quer durch alle Ressorts von zehn Prozent angemahnt.

Von

rtr

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