Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.07.2013

07:38 Uhr

Saarbrücker Zeitung

Familienpflegezeit ist ein Flop

Familienministerin Kristina Schröder macht ihr Amt schon seit längerem eher weniger Spaß. Nun kommt die nächste Schlappe. Die Familienpflegezeit wird kaum genutzt – Schröder war von tausenden Interessenten ausgegangen.

Für die Opposition ist das erneute Scheitern von Familienministerin Kristina Schröder ein gefundenes Fressen. dpa

Für die Opposition ist das erneute Scheitern von Familienministerin Kristina Schröder ein gefundenes Fressen.

SaarbrückenDie seit dem letzten Jahr geltende Familienpflegezeit für Beschäftigte, die sich vorübergehend um ihre hilfebedürftigen Angehörigen kümmern, ist offenbar ein Flop. Nach einem Bericht der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag-Ausgabe) haben im laufenden Jahr bislang lediglich 71 Personen beim zuständigen Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln einen entsprechenden Versicherungsantrag gestellt, der für die Nutzung dieser Pflege-Auszeit zwingend vorgeschrieben ist. 2012 kamen dort 102 Versicherungsabschlüsse zustande. Das Blatt beruft sich für seine Angaben auf eine Stellungnahme des Bundesfamilienministeriums zu einer Anfrage der Linken im Bundestag.

„Ministerin Schröder sollte endlich einsehen, dass ihr Projekt gescheitert ist“, erklärte der familienpolitische Sprecher der Linken, Jörn Wunderlich. Die Familienpflegezeit könne nur funktionieren, wenn es einen Rechtsanspruch darauf gebe. SPD-Fraktionsvize Elke Ferner gab zu bedenken, dass sich viele Menschen aus finanziellen Gründen keine Verkürzung ihrer Arbeitszeit leisten könnten. Besser sei es, die Bezahlung als Lohnersatzleistung zu gewähren. "Das heißt, der Verdienstausfall muss von der Pflegeversicherung getragen werden", erklärte Ferner.

Betreuungsquote: Schröder sieht beim Kita-Ausbau keine Probleme

Betreuungsquote

Schröder sieht beim Kita-Ausbau keine Probleme

Kurz vor dem Stichtag zum Betreuungsanspruch für unter Dreijährige geben sich die Städte und Kommunen gut vorbereitet, Familienministerin Schröder gut gelaunt. Doch noch könnte alles anders kommen.

Das Gesetz zur Familienpflegezeit ist seit Januar 2012 in Kraft. Danach können Beschäftigte bis zu zwei Jahre lang ihre Arbeitszeit reduzieren, wobei die Gehaltseinbußen zum Teil ausgeglichen, die entsprechenden Mehrbeträge später aber zurückgezahlt werden müssen. Um den Arbeitgeber vor Ausfallrisiken zu schützen, ist der Abschluss einer Versicherung durch den Mitarbeiter erforderlich. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) war ursprünglich von rund 44000 Nutzern pro Jahr ausgegangen.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.07.2013, 09:04 Uhr

Was Dummchen anfasst, geht doch immer daneben!

keineahnungvonnix

16.07.2013, 10:58 Uhr

kleine mädchen sollten lieber mit puppen spielen und nicht mit grossen politikern dummes zeug machen

blond.eben...

18.07.2013, 17:00 Uhr

Blöd kann nicht anders...
Innen und außen blond...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×