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27.07.2013

10:48 Uhr

Sachsen-Anhalt

Brandanschlag auf Bundeswehr verübt

In Sachsen-Anhalt haben Unbekannte mindestens 16 Bundesfahrzeuge einer Kaserne in Brand gesteckt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sprach von einem Millionenschaden – und fürchtet weitere Anschläge.

Bundeswehr-Soldaten in der Clausewitz-Kaserne in Burg in Sachsen-Anhalt. In einer Kaserne in Havelberg wurde ein Brandanschlag verübt. dpa

Bundeswehr-Soldaten in der Clausewitz-Kaserne in Burg in Sachsen-Anhalt. In einer Kaserne in Havelberg wurde ein Brandanschlag verübt.

Havelberg/MagdeburgBei einem Brandanschlag auf die Bundeswehrkaserne in Havelberg in Sachsen-Anhalt ist in der Nacht zum Samstag Millionenschaden entstanden. Wie die Polizei in Magdeburg mitteilte, wurden mindestens 16 Bundeswehrfahrzeuge durch Brandsätze beschädigt. Verletzt wurde niemand. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Die Sicherheitsmaßnahmen für alle Bundeswehrstandorte in Deutschland wurden erhöht.

Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Polizei spricht von einer bisher nie dagewesenen Art von Gewalt gegen die Bundeswehr in Sachsen-Anhalt. Weitere Anschläge könnten nicht ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Polizei in Magdeburg. Das Verteidigungsministerium sei informiert, die Sicherheitsmaßnahmen seien in ganz Deutschland erhöht worden. Im Umkreis von militärischen Einrichtungen werde es verstärkte Kontrollen geben, hieß es.

Die Einsätze der Bundeswehr

Türkei

Auf Bitten der türkischen Regierung beteiligen sich 304 Soldaten der Bundeswehr an der Nato-Operation „Active Fence“ im Grenzgebiet zu Syrien.

Afghanistan/Usbekistan

4135 Soldaten sind Teil der internationalen Sicherheits- und Aufbautruppe Isaf mit Schwerpunkt im Norden Afghanistans. Zudem ist ein Soldat als Vertreter der Bundeswehr bei der Mission der Vereinten Nationen (Unama).

Kosovo

754 Soldaten sollen als Teil der von der Nato geführten internationalen KFOR-Truppe die Unabhängigkeit des Kosovos sichern.

Horn von Afrika

Im Rahmen der EU-Mission Atalanta schützen 327 Marinesoldaten am Horn von Afrika Schifffahrtsrouten vor somalischen Piraten.

Libanon

163 Marinesoldaten sind im Unifil-Einsatz zur Absicherung der Küstengewässer. Sie sollen vor allem Waffenschmuggel verhindern.

Mittelmeerraum

Die Nato-Mission „Active Endeavour“ (OAE) dient der Überwachung und Terrorismusabwehr im Mittelmeer. Das Mandat endet am 31. Dezember 2013. Aktuelle Zahlen zum Einsatz von Soldaten gibt es derzeit nicht.

Südsudan

15 Soldaten sind Teil der internationalen Unmiss-Mission für Friedenssicherung und den Aufbau des neuen Staates Südsudan.

Sudan

Die internationale Unamid-Mission in Darfur überwacht den Waffenstillstand zwischen Regierungstruppen und Rebellen. 13 deutsche Soldaten sind beteiligt.

Uganda

Zwölf Militärberater sind Teil der EU-Ausbildungsmission (EUTM) zur Stabilisierung Somalias.

Deutschland

41 Angehörige hat der Sanitätsdienst mit Basis in Deutschland für internationale flugmedizinische Notfalleinsätze (STRATAIRMEDEVAC).

Demokratische Republik Kongo

Drei Berater unterstützen im Rahmen des EU-Einsatzes (Eusec RD Congo) die Reform des Sicherheitssektors.

Der Hintergrund des Brandanschlags ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Ein Zusammenhang mit den in der Altmark angekündigten Protestaktionen gegen die Bundeswehr könne nicht ausgeschlossen werden.

Für Samstag hatte die Initiative „War starts here“ (Krieg beginnt hier) am Truppenübungsplatz Altmark in Sachsen-Anhalt zu einem Aktionstag aufgerufen. Zu einer Demonstration am Eingang des Geländes wurden mehrere Hundert Teilnehmer erwartet. Die Polizei war mit 600 Beamten am Ort, um die Proteste abzusichern und Ausschreitungen zu verhindern.

Von

dpa

Kommentare (27)

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Account gelöscht!

27.07.2013, 11:19 Uhr

Diese Anschläge gegen die BW werden sich vermutlich erhöhen, denn der Feind ist längst im eigenen Land durch unfassbar
verträumte Politiker geholt worden. Früher haben wir bewaffnet unsere Einrichtungen selber geschützt, heute sind
es Firmen die diese Einrichtungen zum Teil bewachen, soweit es geht. Wer da bewacht, weis man nicht! Eines ist aber sicher, alles nicht nur dieser Anschlag deutet auf
eine Zukunft in Deutschland hin, die blutig werden wird.

Hoffentlich zieht sich die NSA nicht aus Deutschland zurück.

Linkenscheucher

27.07.2013, 11:20 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Charly

27.07.2013, 11:21 Uhr

Die Bundeswehr ist keine Verteidigungsarmee mehr und soll auch im Innern gegen die eigenen Bürger eingesetzt werden.

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