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30.01.2011

12:32 Uhr

Sachsen-Anhalt

Zugunglück erschüttert Bundesregierung

Die Ursache des Zugunglücks in Sachsen-Anhalt mit zehn Toten ist weiterhin unklar. Bahnchef Grube zeigte sich tief betroffen über den schweren Unfall. Und auch Bundeskanzlerin Merkel sowie Außenminister Westerwelle drückten ihre tiefe Bestürzung aus.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von dem schweren Zugunglück in Hordorf „mit Bestürzung“ erfahren. „Meine Gedanken sind bei den trauernden Familien der Opfer. Ihnen gilt mein aufrichtiges Mitgefühl. Den Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung“, sagte Merkel am Sonntag in Berlin. Zugleich dankte sie den Helfern für ihren „prompten und unermüdlichen Einsatz“.

Die Kanzlerin fügte hinzu: „Ich vertraue darauf, dass alles getan wird, die Ursache für dieses schreckliche Unglück aufzuklären.“ Bei dem schweren Zusammenstoß eines Personenzuges mit einem Güterzug kamen am späten Samstagabend mindestens zehn Menschen ums Leben, 23 wurden verletzt. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) übermittelte den Hinterbliebenen der Opfer seine „Trauer“ und sein „Mitgefühl“. „Ich bin schockiert über diese Nachricht“, sagte Westerwelle am Sonntag in Berlin. Zugleich würdigte der Vizekanzler die „bewundernswerte Leistung“ der Rettungskräfte.

Bahnchef Rüdiger Grube zeigte sich ebenfalls tief betroffen über den schweren Unfall. „Ein solches Unglück erschüttert alle Eisenbahner“, erklärte Grube. Das Mitgefühl gelte den Angehörigen und den Verletzten. Der bundeseigene Konzern habe Kontakt mit den betroffenen Bahnunternehmen aufgenommen und Hilfe angeboten. „Selbstverständlich werden wir alles uns Mögliche tun, um die am Unfall Beteiligten zu unterstützen.“

Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Regionalexpress und einem Güterzug auf eingleisiger Strecke waren nahe Oschersleben in Sachsen-Anhalt zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei ging am Vormittag von insgesamt 23 Verletzten aus. Die meisten davon seien schwer verletzt, sagte der Leiter des Polizeireviers Börde, Armin Friedrichs. Möglicherweise seien weitere Menschen im Zug gewesen, die nach dem Unglück geschockt das Weite gesucht hätten. Die Identifizierung der Toten ist schwierig, weil viele Passagiere keine Ausweispapiere dabei hatten. Unter den Toten sollen der Zugführer und eine Zugbegleiterin sein.

Kommentare (7)

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halloaberauch

30.01.2011, 14:10 Uhr

So etwas dürfte im Zeitalter von Electronic und Co. nicht passieren. Überfährt z. b. ein Zugführer ein Haltesignal muss eine automatische Vollbremsung ausglöst werden. Der Gegenzug kann geleichzeitig akustisch gewarnt werden. Erkennt die Electronic keine Reaktion dieses Zugführers, wird dieser Zug auch vollgebremst. Für solche Modernisierungen fehlt aber anscheinend das nötige Kleingeld.

Passagier

30.01.2011, 15:55 Uhr

So vertrottelt kann nur ein Staatsbetrieb sein. Leider gibt es von der Sorte noch etliche andere.

Mariana Mayer

30.01.2011, 16:33 Uhr

Stimmt nicht halloberausch, es wurden 1 Millarde Euro Forschungsgeld zur Verfügung gestellt.

Leider werden jedoch die Leute die diese Schwierigkeiten lösen können nicht beteiligt, weil es dürfen nur Hochschulabsolventen Uni mit Dr. Titel solche ideen haben und an der Umsetzung beteiligt werden.

Wo kämen wir den sonst hin bei unserer teuer finanzierten UNi Eliteausbildung wo Dr. Titel Söhnchen X und Dr. Titel Töchtern Y sitzen und von klein auf gefördert werden.

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