Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

11.04.2012

03:37 Uhr

Sanktionen

Rekord-Zahl von Strafen für Hartz-IV-Empfänger

Die Arbeitsagenturen haben im vergangenen Jahr so viele Strafen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt wie nie zuvor: Rund 100.000 mehr als im Vorjahr. Doch im Vergleich mit Vorjahren ist die Zahl langsamer angestiegen.

Eine Arbeitsagentur in Frankfurt. dpa

Eine Arbeitsagentur in Frankfurt.

BerlinDie „Bild“-Zeitung berichtete unter Berufung auf die Bundesagentur für Arbeit, die Zahl von Sanktionsfällen gegen Hartz-IV-Empfänger sei von 829.375 auf 912.377 gestiegen.

Im Durchschnitt wurden die Leistungen wegen der Sanktionen um 115,99 Euro im Monat gekürzt. Die meisten Strafen wurden dem Blatt zufolge verhängt, wenn jemand trotz Einladung nicht beim Jobcenter erschien und zwar in 582.253 Fällen.

In 147.435 Fällen gab es Sanktionen, weil die Arbeitslosen gegen Pflichten der Eingliederungsvereinbarung verstießen. 138.312 Mal wurden Strafen verhängt, weil die Betroffenen die Aufnahme oder Fortführung einer Arbeit, Ausbildung oder Weiterbildungsmaßnahme verweigerten oder verpassten.

Geld gestrichen wurde dem Bericht zufolge beispielsweise auch einer Mutter bezahlt, die in einer TV-Sendung Geld gewonnen hatte, oder einem Mann, der geerbt hatte.

Kommentare (16)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

weiter-so

11.04.2012, 06:34 Uhr

"Geld gestrichen wurde dem Bericht zufolge beispielsweise auch einer Mutter bezahlt, die in einer TV-Sendung Geld gewonnen hatte, oder einem Mann, der geerbt hatte."

Die Schwächsten werden gründlichst geprüft und bestraft! Na ja mit diesem Geld kann man Herrn Wulff eine ganze Weile auszahlen, inklusive Fahrer und eigenem Büro.

Sei korrupt und bestechlich, so kann dir in diesem Land nichts passieren.

Account gelöscht!

11.04.2012, 06:43 Uhr

Eigentlich sollte es doch ein ermutigendes Zeichen sein, dass die Hartz-IV Empfaenger noch nicht ganz durch ihre extreme und meist zwangsweise passive Lebensweise verbloedet sind, wenn sie in der Lage sind, Hartz-IV zu missbrauchen ;-)

Ich persoenlich unterstuetze Hartz-IV voll, auch wenn ich gluecklicher Weise sehr weit davon entfernt bin - die Betonung liegt auf "Glueck". Erfolg im Leben haengt oft ab von wenig beeinflussbaren Faktoren. Das Schicksal nimmt schon seinen Lauf alleine durch die Bestimmung wo, wann und in welchem sozialem Umfeld man geboren wird. Es ist nicht immer die Schuld der Betroffenen, wenn sie bei Hartz-IV enden. Aber hier darf man nie aufgeben, den Betroffenen nicht nur einen Fisch zum Essen zu geben, sondern man muss versuchen diesen Menschen auch das Angeln zu lehren, was sie offensichtlich nie richtig gelernt haben.

Anonymus

11.04.2012, 07:05 Uhr

Man verurteilt immer die armen Schichten. In Hartz 4 kann jeder landen. Man sollte doch die Steuersünder richtig überprüfen. Da geht es um Milliarden Euro, dagegen sind die Summen von angeblichen Hartz 4-Betrügern pinatz in die Kaffeekasse. Aber das bezeichnet man ja als Kavaliersdelikt. Und was Herr Wulff für Summen bekommt, fürs Nichtstun (...) Und der arme Hartz 4 Empfänger hat 5 Euro betrogen, nun geht Deutschland pleite.
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×