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08.01.2010

17:34 Uhr

Sarrazin

Angst um SPD-Mitgliedschaft nach Rassismus-Vorwurf

Thilo Sarrazin muss um seine SPD-Mitgliedschaft bangen: Berliner Kreisverbände wollen im Partei-Ausschlussverfahren gegen den Bundesbank-Vorstand in die zweite Instanz gehen. Sarrazin bekundete unterdessen seine Kampfbereitschaft.

Thilo Sarrazin: Bundesbank-Vorstand bangt um Parteibuch. ap

Thilo Sarrazin: Bundesbank-Vorstand bangt um Parteibuch.

HB BERLIN. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin muss nach seinen umstrittenen Äußerungen über Ausländer weiter um seine SPD- Mitgliedschaft wegen Rassismus-Verdachts bangen. Die Berliner Kreisverbände Spandau und Pankow fordern unverändert den Parteiausschluss des langjährigen Finanzsenators. Sie stützen sich auf ein Gutachten des Moses-Mendelssohn-Zentrums in Potsdam, das viele Passagen in einem Interview des Ex-Finanzsenators als „eindeutig rassistisch“ einstuft.

Die beiden Kreisverbände legten vor der Landesschiedskommission Berufung gegen einen Spruch der Kreis-Schiedskommission Charlottenburg-Wilmersdorf ein, bestätigte SPD-Sprecherin Daniela Augenstein einen Bericht der „Berliner Morgenpost“.

Die erste Instanz hatte Mitte Dezember den Ausschluss Sarrazins abgelehnt und in seinen heftig kritisierten Äußerungen „weder ein parteischädigendes noch ein ehrloses Handeln von Sarrazin“ erkannt. Sarrazin hatte in einem Interview unter anderem gesagt, eine große Zahl an Arabern und Türken in Berlin habe keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel. Er müsse niemanden anerkennen, der vom Staat lebt und diesen Staat ablehnt und ständig „neue kleine Kopftuchmädchen produziert. Das gilt für 70 Prozent der türkischen und für 90 Prozent der arabischen Bevölkerung in Berlin.“

Sarrazin kündigte gegenüber der Zeitung an, er werde notfalls durch alle Instanzen gegen einen Parteiausschluss kämpfen.

Kommentare (2)

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erov

19.01.2010, 13:26 Uhr

es ist schon erstaunlich, wie die spd selbst ihre mitglieder mundtot machen will, der wahrheitsgehalt ist da völlig nebensächlich ....

yahel

19.01.2010, 14:17 Uhr

@ erov

Das nennt sich politische Korrektheit. Sie führt zur allgemeinen Verblödung weiter bevölkerungskreise durch Denkverbote und Scheren im Kopf. Die Protagonisten dieser PC geben sich zwar der Lächerlichkeit preis, dies merken leider nur noch die, die ihren gesunden Menschenverstand nicht verloren haben und hinterfragen. Die Gutmenschen rufen zwar nach Meinungsfreiheit, aber nur in ihrem Sinne und da kann nicht sein, was nicht sein darf. Ein Sarrazin oder buschkowsky stören da die Zersetzung eines ganzen Volkes durch Multikulti, weil sie den Finger in die Wunde legen. Dies muß zur Erhaltung oder Wiedererringung der Macht verhindert werden, deshalb Schmutzkampagnen gegen die Mahner.

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