Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.03.2017

09:31 Uhr

Schadstoffe

Umweltschützer fordern Verkaufsstopp für dreckige Diesel

Viele Diesel-Autos halten die gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte nur unter Laborbedingungen ein, nicht aber auf der Straße. Die Umweltorganisation BUND will nun vor Gericht einen Verkaufsstopp für solche PKW erzwingen.

Selbst Dieselautos der neuesten Abgasnorm sind dreckiger als erlaubt. dpa

Umweltbelastung und Gesundheitsgefährdung

Selbst Dieselautos der neuesten Abgasnorm sind dreckiger als erlaubt.

Berlin Die Umweltorganisation BUND will vor Gericht einen Verkaufsstopp für Diesel-Autos mit zu hohem Stickoxid-Ausstoß erzwingen. Beim Verwaltungsgericht Schleswig habe man den Erlass einer einstweiligen Anordnung beantragt, teilte der Verein am Freitag mit. „Tagtäglich werden in Deutschland rund 3500 neue Euro-6-Dieselautos verkauft, die auf der Straße den gesetzlich vorgeschriebenen Stickoxid-Grenzwert teils massiv überschreiten“, sagte BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. Das müsse gestoppt werden, um Gesundheitsgefahren abzuwenden.

Im November hatte der BUND beim Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg einen Verkaufsstopp für Diesel-Pkw der Abgasnorm Euro 6 beantragt, wenn sie auf der Straße die gesetzlichen Schadstoffgrenzwerte überschreiten. Viele Autos halten die Grenzwerte nur unter Laborbedingungen ein, nicht aber auf der Straße. Das hatte im Zuge das Abgas-Skandals Schlagzeilen gemacht. Das KBA lehnte den Antrag aber ab, weil sich die Behörde nach Angaben des BUND für nicht zuständig erklärte.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr J.-Fr. Pella

24.03.2017, 10:17 Uhr

Hoffentlich lehnt das nächste Gericht diese Forderung bereits im Vorfeld ab und negiert die angestrebte Klage.
Nur weil einige Wenige mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren können, sollen Millionen andere, die unbedingt ein sparsames Auto benötigen, dafür bezahlen.
Bisher haben diese "Grünen und angebliche Umweltverbessener" Nichts, aber auch Garnichts zu Stande gebracht, damit die deutsche Wirtschaft florieren kann..
Bislang haben deren Ideen nur Geld gekostet.
Solche Typen sollen mal als Angestellte im Aussendienst, in der Marktwirtschaft Ihr Geld verdienen müssen.
Furchtbar diese "Klientel"..

Herr Holger Narrog

24.03.2017, 11:06 Uhr

Bisher hat sich die Ökolobby in erster Linie mit Themen beschäftigt die die Menschen nicht emotional berühren. Ob der Strom aus einem modernen, umweltfreundlichen Kernkraftwerk, oder wo immer herkommt, berührt niemanden direkt, solange Saft in der Steckdose ist. Die enormen Kosten der Ökoreligion sind in Produktpreisen, einer unverständlichen Stromrechnung etc. verborgen.

Mit dem Angriff auf das Automobil attackiert die Ökolobby direkt den Lebensstil der Menschen in D. Mal sehen, ob sich dies die Menschen gefallen lassen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×