Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.03.2017

18:29 Uhr

Schäuble über Türkei

Die Lage ist „nur zum Weinen“

Finanzminister Schäuble bleibt bei seiner Absage an wirtschaftliche Hilfen für die Türkei. Er begründete das unter anderem mit der Inhaftierung des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel. Die Lage sei „nur zum Weinen“.

Der Finanzminister lehnt zum gegenwärtigen Zeitpunkt wirtschaftliche Hilfen für die Türkei ab. Reuters, Sascha Rheker

Wolfgang Schäuble

Der Finanzminister lehnt zum gegenwärtigen Zeitpunkt wirtschaftliche Hilfen für die Türkei ab.

BerlinBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble bleibt bei seiner Absage an wirtschaftliche Hilfen für die Türkei. Vor Journalisten bekräftigte er am Mittwoch in Berlin, dass unter anderem wegen der Inhaftierung des „Welt“-Journalisten Deniz Yücel derzeit die Bedingungen für ein schon geplantes Hilfsprogramm nicht erfüllt seien. Dies hatte Schäuble bereits am Sonntag so gesagt.

Deutschland sei weiter bereit, einen wirtschaftlichen Beitrag zu leisten. Dafür müsse die Türkei aber natürlich die Voraussetzungen aufrechterhalten oder wieder herstellen, sagte er. Im Augenblick sei die Lage „nur zum Weinen“.

Türkische Wahllokale in Deutschland erlaubt: Die zwei Seiten der Medaille

Türkische Wahllokale in Deutschland erlaubt

Die zwei Seiten der Medaille

Die türkische Regierung wirbt in Deutschland nicht nur für Erdogans Verfassungsreform, sie möchte auch Wahllokale eröffnen. Die Bundesregierung will das der Türkei erlauben – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Schäuble hat nach eigenen Worten mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Mehmet Simsek vor einiger Zeit über Hilfen zur wirtschaftlichen Stabilisierung der Türkei gesprochen. Es sei dann auch ein ganzer Katalog an Maßnahmen aufgestellt worden. Nach der Inhaftierung von Yücel aber habe er Simsek gesagt, dass es unter diesen Umstände sehr schwierig werde.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Turgay Sanac

21.03.2017, 14:11 Uhr

Die deutschen, reflexhaften und vollmundigen, Androhnugen gegenüber Türkei und beonders die ungezügelten Gelüster für Einmischung in die innere Angelegenheiten dieses Landes werden anscheinend noch eine Weile.
Ich denke aber zwangsweise, dass es für die Türkei langsam an der Zeit ist, auch ihre langjährige und loyale Mitgliedschaft bei der NATO ernsthaft unter die Lupe zu nehmen, wo das Land momentan dort mit etlichen geopolitisch-emotionell labilen "Freunden" wie Deutschland, Niederlande umgeben ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×