Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.05.2012

15:33 Uhr

Scharfe Kritik

Merkel bezeichnet Ukraine als „Diktatur“

Kanzlerin Angela Merkel kritisierte die Ukraine als „Diktatur“. Die Menschen dort müssten immer noch unter Repression leiden, sagte die Kanzlerin. Ob Merkel zur Fußball-EM reisen wird, ist weiterhin unklar.

Merkel und die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko bei einem Treffen 2008. AFP

Merkel und die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko bei einem Treffen 2008.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Ukraine als „Diktatur" kritisiert. Mit Blick auf den 67. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai sagte Merkel am Donnerstag in einer Regierungserklärung in Berlin, „heute leben wir in Deutschland in Frieden und Freiheit. Leider sei dies nicht in ganz Europa der Fall, „denn in der Ukraine und in Weißrussland leiden Menschen immer noch unter Diktatur und Repression.

Die Regierung in Kiew steht derzeit wegen ihres Umgangs mit der Oppositionspolitikerin und früheren Ministerpräsidentin Julia Timoschenko in der Kritik. Aus Protest gegen ihre Behandlung war die unter Bandscheibenproblemen leidende Politikerin in einen dreiwöchigen Hungerstreik getreten. Diesen beendete sie am Mittwoch, nachdem sie ein Neurologe aus der Berliner Klinik Charité in einem Krankenhaus im ostukrainischen Charkiw untersuchen durfte.

Merkel widersprach in einem Interview dem Eindruck, eine medizinische Behandlung Timoschenkos in Deutschland gefordert zu haben. „Dies war nie eine Forderung, sondern ein Angebot, denn wir wollen, dass Julia Timoschenko die bestmögliche medizinische Behandlung erhält, sagte die Kanzlerin der „Passauer Neuen Presse vom Donnerstag.

Ob sie selbst zur Fußball-Europameisterschaft in die Ukraine reisen wird, ließ Merkel erneut offen. „Über meine Reisen zu großen Sportereignissen entscheide ich immer sehr kurzfristig, sagte sie der Zeitung. Die EU-Kommission hat mit Verweis auf die Lage der politischen Häftlinge in der Ukraine bereits angekündigt, nicht zur EM zu reisen. Das Land trägt das Sportereignis ab dem 8. Juni gemeinsam mit Polen aus.

Von

afp

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Mazi

10.05.2012, 16:15 Uhr

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

12345

10.05.2012, 19:00 Uhr

Kurz und treffend...nix hinzuzufügen!!

FrankH

10.05.2012, 21:36 Uhr

Timoschenko steht unter der Schirmherrschaft der CoL. Genauso wie das Merkel unter der Schirrmherrschaft der CoL steht. Ausplündern, aussaugen, weiterziehen. Heuschrecken eben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×