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13.07.2011

17:43 Uhr

Schelte statt Würdigung

Wulff sorgt sich ums Image der Politik

Anstatt für ihre Arbeit gewürdigt zu werden, würden Politiker oft "heruntergemacht": Bundespräsident Wulff beklagt das Ansehen der Abgeordneten. Nötig sei nun politische Führung und der Mut zum Wandel.

Bundespräsident Christian Wulff sprach während seines Antrittsbesuchs in NRW im Düsseldorfer Plenarsaal des nordrhein-westfaelischen Landtags. Er sorgt sich um das Ansehen der Politiker. Quelle: dapd

Bundespräsident Christian Wulff sprach während seines Antrittsbesuchs in NRW im Düsseldorfer Plenarsaal des nordrhein-westfaelischen Landtags. Er sorgt sich um das Ansehen der Politiker.

DüsseldorfBundespräsident Christian Wulff ist besorgt über einen Ansehensverlust von Politikern. Die Abgeordneten erlebten oft, dass ihre Arbeit nicht gewürdigt und stattdessen „heruntergemacht“ werde, sagte Wulff bei einem Besuch in Nordrhein-Westfalen. Politikverdrossenheit gebe es nicht nur bei Bürgern, sondern auch bei Politikern selbst, erklärte der Bundespräsident. Nötig seien der Mut zum Wandel, politische Führung und harte Überzeugungsarbeit.

Wulff hatte zu Beginn seiner Visite zudem mit Mitgliedern der rot-grünen Minderheitsregierung von Nordrhein-Westfalen gesprochen, die nun seit genau einem Jahr im Amt ist. Es habe Vor- und Nachteile, ohne eigene Mehrheit zu regieren, meinte der Bundespräsident. Das Parlament spiele wohl eine größere Rolle als bei klaren Mehrheiten. Allerdings sei fraglich, ob „mutige, unpopuläre Entscheidungen“ wie Einsparungen in solchen „labilen Mehrheitsverhältnissen“ wirklich getroffen würden.

Von

dpa

Kommentare (8)

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Kackbolzen

13.07.2011, 18:02 Uhr

O Gott, dieses Gesülze vom Bundeshäuptling... Das ist lachhaft. Die Abgeordneten kümmern sich vor allem um ihre Pfründe: Wie komme ich wieder auf die Liste, damit ich im nächsten Bundestag einen warmen Arsch behalten kann? Wie komme ich an den nächsten goldenen Füllhalter? Wie komme ich vor das nächste Mikrofon, denn ich bin so dramatisch wichtig? Wie kann ich den nächsten Egotrip hinlegen? Wie kann ich um Gottes Willen sicherstellen, dass ich eine fette Rente kriege?

Mehr passiert da nicht! Der Entfremdung zur Bevölkerung ist schon pathologisch!

Kassandrus

13.07.2011, 18:16 Uhr

Mein Gott Walter, pardon, der Mann heißt ja Christian, also mein Gott Christian, welche Weisheiten!

Account gelöscht!

13.07.2011, 18:26 Uhr

Vertrauensquotient der Politiker 14% oder weniger! Image ist also nicht das Problem, denn ist das Image schon verkehrt, lebt es sich doch unbeschwert! Gemäss Frank Biancheri, S.66/67, NACH DER KRISE. Auf dem Weg in die Welt von Morgen, ... ist Demokratie kein Ziel der Politik. Denn ihr Ziel liegt nicht darin Politik zu gestalten, sondern ein Wahlamt zu bekleiden. Diesen Zusammenhang müsste doch Herr Wulff nachvollziehen können!? Die Welt von Morgen spricht er jedenfalls damit NICHT an. Die Welt von Morgen braucht einen Haircut in der Demokratie, so wie das Schuldensystem. Wir brauchen einen Paradigmawechsel. Die Politiker werden diesen nicht fördern, weil sie dann ihren Job/Macht verlieren. Schade, daß ein Herr Wulff nur ein Teil des Problems ist und kein Teil der Lösung. Diese muss der Bürger, Steuerzahler und Anteilseigner der Deutschland AG selber einleiten. Mitbestimmung in der Politik! Die Direkte Demokratie durchs Internet, vorbei an den Institionen und Parteien. Der Haircut! Die bittere Pille bleibt: Es geht nicht mit Allen, gleichzeitig! Aber die Qualitative Demokratie des Systems GlobalVoter.org könnte 20% der Wähler (12 Mio) 80% der Stimmen zuführen, dass ist viel besser, als die Eurokratie/Diktatur, die uns bevorsteht!!! Glauben Sie es! Sogar, sieht das System vor die Demokratie, alter Schule, fast wieder zu etablieren, wenn denn das ganze Wahlvolk seiner sozial-politischen Verantwortung und Selbstbestimmung aktiv gerecht würde. So sähe die Welt/Demokratie von Morgen aus, wenn da nicht die Politiker wären, um deren Image man sich soo besorgt!

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