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14.11.2012

13:42 Uhr

Schlammschlacht

Bruder von Volker Kauder bangt um seinen Posten

Siegfried und Volker Kauder sitzen gemeinsam im Bundestag – es ist das einzige Geschwisterpaar im Parlament. Doch Siegfried Kauder muss um seinen Posten bangen. Die CDU und er liefern sich eine Schlammschlacht.

Die Brüder Siegfried und Volker Kauder, aufgenommen in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis (Archivfoto vom 21.09.2002). dpa

Die Brüder Siegfried und Volker Kauder, aufgenommen in Villingen-Schwenningen im Schwarzwald-Baar-Kreis (Archivfoto vom 21.09.2002).

Villingen-SchwenningenDie Nominierung des CDU-Kandidaten für den Bundestagswahlkreis Schwarzwald-Baar war früher meist nur von begrenztem Interesse. An diesem Freitag (16.11.) wird das anders sein: Die erwarteten mindestens 500 Parteimitglieder könnten nämlich der Karriere von Siegfried Kauder ein jähes Ende bereiten, dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses im Bundestag.

Gegen den 61-Jährigen aus Villingen-Schwenningen tritt Thorsten Frei (39) an, Oberbürgermeister von Donaueschingen und CDU-Nachwuchshoffnung im Südwesten. Es tobt parteiintern eine Wahlkampf, den viele als Schlammschlacht empfinden.

Siegfried Kauder, dessen älterer Bruder Volker als Unions- Fraktionschef ebenfalls im Bundestag sitzt, muss sich seit etlichen Monaten mit Vorwürfen der eigenen Parteifreunde herumschlagen: Fehlende Kommunikation, mangelnder Führungsstil, keine Nähe zur Basis. Das sorgte dafür, dass im Juli eine Nominierung des Rechtsanwalts platzte, der seit zehn Jahren für die Union im Bundestag sitzt.

Nun dürfte es für Kauder noch schwerer werden, denn vor einigen Wochen hat Frei seinen Hut in den Ring geworfen. „Mir war schon länger klar, dass in diesem Wahlkreis etwas nicht stimmt“, sagt Frei, dessen frische Art bei den Leuten gut ankommt.

Ihm gereicht es nun jedoch zum Nachteil, dass er erst Ende September als Oberbürgermeister von Donaueschingen wiedergewählt wurde. Will er seine Stadt aus Karrieregründen im Stich lassen? Die Vereidigung wurde vorsichtshalber verschoben.

Kommentare (1)

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14.11.2012, 14:21 Uhr

Das schlimmste übel der in Deutschland kaputt gegangenen Demokratie sind die Parteilisten-Abgeordneten im Bundestag. Sie sind nur zum Handhochheben da.

Lasst nur noch Direkt-Kandidaten ins Parlament, die sich beim Volk beweisen müssen und Basis-Kontakt haben ! Das passt zwar dem Fraktions-Vorsitzenden nicht aber die Abgeordneten sind dann echte Repräsentanten und nicht Marionetten.

Keine Ketten-Abgeordneten mehr aus den Partei-Listen (Münte, Gloss, Steinbrück usw. das sind alles furchtbar abschreckende Beispiele im Parlament die quasi wie verkrustete alte Garde am Sessel kleben.) Schluss mit der Posten-Schieberei !

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