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04.10.2014

12:07 Uhr

Schleichendes Gift“

AfD-Chef Lucke geht gegen Querulanten vor

AfD-Chef Bernd Lucke will sich gegen Querulanten in den eigenen Reihen zur Wehr setzen und ruft dazu auf, diese zu isolieren. Sie schadeten der AfD – wie „schleichendes Gift“ verbreiteten sie Misstrauen in der Partei.

AfD-Chef Bernd Lucke findet scharfe Worte für die Zerstrittenheit innerhalb seiner Partei. Reuters

AfD-Chef Bernd Lucke findet scharfe Worte für die Zerstrittenheit innerhalb seiner Partei.

Frankfurt/MainDer AfD-Vorsitzende Bernd Lucke hat seine Partei aufgerufen, gegen Querulanten in den eigenen Reihen vorzugehen. In der Alternative für Deutschland (AfD) gebe es Mitglieder, die „offenbar nichts lieber täten, als Parteitage und Vorstandswahlen anzufechten“, schrieb Lucke in einer E-Mail an alle Mitglieder, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstag) vorlag.

Solche Mitglieder seien „stets unzufrieden, weil sie alles einseitig ins denkbar Negativste wenden, ohne andere Sichtweise auch nur in Betracht zu ziehen“. Sie verbreiteten bewusst Falschinformationen, organisierten Geheimtreffen oder geschlossene Facebook-Gruppen, „um möglichst ungestört gegen gewählte Vorstände und missliebige Mitglieder intrigieren zu können“.

Als Gegenmaßnahme rief Lucke dazu auf, Querulanten in der Partei zu isolieren. Die AfD dürfe den Fehler der Grünen nicht wiederholen, die in ihren Anfangsjahren unter dem Fundamentalismus vieler ihrer Mitglieder zu leiden gehabt hätten.

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Das Ausmaß der Zerstrittenheit beschrieb Lucke in schärferen Worten als bisher. Die von ihm beschriebenen Mitglieder schadeten der AfD, „weil sie damit ein Klima des Misstrauens schaffen, das wie ein schleichendes Gift in die Partei sickert“. Kein Vorstand wolle politisch arbeiten, wenn „Querulanten und Rechthaber den größten Teil seiner Arbeitszeit absorbieren“, so der Parteichef.

Von

dpa

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