Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.09.2011

15:31 Uhr

Schleswig-Holstein

Rot-Grün liegt in Umfragen vorn

Gut sieben Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein sehen Demoskopen eine Mehrheit für Rot-Grün. Die FDP liegt den Umfragen zufolge nur bei drei Prozent und würde den Einzug in den Landtag damit verpassen.

Torsten Albig liegt klar vor CDU-Landeschef Jost de Jager. dpa

Torsten Albig liegt klar vor CDU-Landeschef Jost de Jager.

KielSPD und Grüne liegen laut einer Umfrage in Schleswig-Holstein vorn. Gut sieben Monate vor der Landtagswahl kamen beide Parteien in einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag der NDR 1 Welle Nord und des NDR Schleswig-Holsteins Magazins zusammen auf 55 Prozent. 

Für die SPD votierten 34 Prozent der Befragten, das waren 8,9 Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl im September 2009. Die Grünen könnten ihr Ergebnis um 8,6 Prozentpunkte auf 21 Prozent verbessern. Wahlverlierer wären CDU und FDP. Die Union kam in der Umfrage auf 30 Prozent (minus 1,5 Prozentpunkte gegenüber 2009). 

Die FDP würde mit drei Prozent (minus 11,9 Prozentpunkte) gar den erneuten Einzug in den Kieler Landtag verpassen, wenn bereits an diesem Sonntag Landtagswahl wäre. Ebenfalls nicht mehr im Landtag vertreten wäre die Linke mit zwei Punkt (minus vier Prozentpunkte). Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Südschleswigsche Wählerverband (SSW) läge bei drei Prozent (minus 1,3 Prozentpunkte). Die Piratenpartei würde vier Prozent der Stimmen erreichen.

Der desiginierte SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig würde bei einer möglichen Direktwahl des Ministerpräsidenten derzeit auf 45 Prozent kommen. CDU-Landeschef Jost de Jager (CDU) erhielte 27 Prozent der Stimmen. Der amtierende Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) kandidiert nicht erneut. Für die Umfrage hatten die Meinungsforscher insgesamt 1000 Wahlberechtigte befragt. 

SPD-Landeschef Ralf Stegner bezeichnete die Umfrage am Mittwoch als erfreuliches Zwischenergebnis. Die SPD sei auf einem guten Weg, aus der Landtagswahl am 6. Mai 2012 als stärkste Kraft hervor zu gehen. „Die Bürger wünschen sich ganz offenkundig einen Regierungswechsel und präferieren eindeutig eine rot-grüne Koalition“, sagte Stegner. 

Grünen-Landeschefin Eka von Kalben sagte, der Kurs der Eigenständigkeit ihrer Partei werde von den Schleswig-Holsteinern honoriert. Die regierende schwarz-gelbe Koalition habe erneut deutlich an Zustimmung verloren. „Eine Fortsetzung dieser Koalition wollen nur noch sieben Prozent. Deutlicher kann eine Regierung nicht abgewatscht werden.“ CDu-Landeschef de Jager nannte das Ergebnis seiner Partei nicht zufriedenstellend. „Die Ursache liegt in den letzten schweren Wochen. Das konnten wir deutlich spüren“, sagte er mit Blick auf den Rücktritt seines Vorgängers Christian von Boetticher auf parteiinternen Druck wegen dessen früherer Beziehung zu einer Minderjährigen. 

Laut FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki zeigt die Umfrage, „dass die schwierige Lage der FDP auf Bundesebene auch die Landesverbände nicht verschont“. Er fügte hinzu: „Diese Momentaufnahme ist aber kein Signal für die Landtagswahl im Mai 2012, auch wenn SPD und Grüne sich so verhalten, als hätten sie die Wahl bereits gewonnen.

 

Von

dapd

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Rechtschreibgenie

28.09.2011, 16:35 Uhr

FDP = Foll die Panik.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×