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20.08.2014

17:00 Uhr

Schleswig-Holstein schlägt Alarm

Rostige Atommüllfässer lagern in Brunsbüttel

Erneut sind verrostete Atommüllfässer im stillgelegten AKW Brunsbüttel entdeckt worden. Anders als bei bisherigen Fällen ist Inhalt aus den Fässern ausgetreten. Energieminister fordern nun bundesweite Kontrollen.

Inhalt ausgetreten: Auf einer Folie am Kavernenboden stellte man eine breiige Masse mit dem radioaktiven Stoff Cäsium 137 fest. dpa

Inhalt ausgetreten: Auf einer Folie am Kavernenboden stellte man eine breiige Masse mit dem radioaktiven Stoff Cäsium 137 fest.

Kiel/BrunsbüttelIn den unterirdischen Depots des Atomkraftwerks Brunsbüttel sind bei Untersuchungen zehn weitere Rostfässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll entdeckt worden. Anders als in bisherigen Fällen sei der Inhalt von manchen Fässern ausgetreten, sagte Schleswig-Holsteins Energieminister Robert Habeck (Grüne) am Mittwoch in Kiel.

Auf einer Folie am Kavernenboden sei eine breiige Masse mit dem radioaktiven Stoff Cäsium 137 festgestellt worden. Wegen der meterdicken Betonwände bestehe weder für Mitarbeiter noch für die Bevölkerung Gefahr, versicherte Habeck. Auch ein Durchsickern ins Grundwasser sei ausgeschlossen.

Auf dem Gelände des Atomkraftwerkes Brunsbüttel gibt es sechs unterirdische Lagerräume. In den Kavernen befinden sich insgesamt 631 Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus dem Reaktorbetrieb. Es handelt sich vor allem um Filterharze und Verdampferkonzentrate, aber auch um Mischabfälle.

Die Kieler Atomaufsicht hatte nach der Entdeckung eines rostigen Fasses Anfang 2012 angeordnet, dass der Betreiber Vattenfall alle Kellerräume inspiziert und ein Bergungskonzept entwickelt. Inzwischen wurden zahlreiche Schäden an Fässern festgestellt. In Kaverne 4 rosten 18 von 70 Fässern, einige heftig. Bis 2015 sollen alle Fässer überprüft sein.

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Habeck forderte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auf, bundesweit den Zustand von Atommüllfässern in vorläufigen Lagerstätten von Kernkraftwerken kontrollieren zu lassen. Nach dem Fund des ersten Rostfasses in Brunsbüttel 2012 habe der Bund zwar ein Meldesystem eingeführt. Bisher sei aber lediglich ein einziges weiteres defektes Fass aus Niedersachsen gemeldet worden.

Die zwischengelagerten Fässer sollen später im geplanten Endlager Schacht Konrad in Niedersachsen landen. Zuvor müssen sie in speziell zugelassene Behälter verpackt werden. Das Endlager Konrad soll voraussichtlich Anfang des kommenden Jahrzehnts zur Verfügung stehen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr Teito Klein

20.08.2014, 17:56 Uhr

Rostige Fässer
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In den unterirdischen Depots des Atomkraftwerks Brunsbüttel sind bei Untersuchungen zehn weitere Rostfässer mit schwach- und mittelradioaktivem Müll entdeckt worden. Anders als in bisherigen Fällen sei der Inhalt von manchen Fässern ausgetreten.

Wundert das jemand? Mich nicht!
Natürlich rosten die Fässer, sie sind ja nicht für die Ewigkeit gemacht.
Und das AKW Brunsbüttel ist das unsicherste AKW Deutschlands.
Jetzt wird erst einmal diskutiert. Bis 2021 will man einen Lösungsvorschlag vorstellen.

Herr Thomas Podgacki

20.08.2014, 19:34 Uhr

Zehn undichte Fäßer.

Warten Sie es mal ab, was demnächst alles aus der angesoffenen Asse zu Tage geholt wird.
Verdächtig still geworden um die Asse.

Schönen, strahlenden Abend noch.

Herr Holger Narrog

20.08.2014, 19:35 Uhr

wie kommen Sie auf die Idee, dass Brunsbüttel das unsicherste Deutsche KKW ist?

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