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17.03.2011

20:53 Uhr

Schleswig-Holstein

„Sprinterprämie“ für neue Stromleitungen

VonKlaus Stratmann

ExklusivHöhere Renditen für die Netzbetreiber sollen den Ausbau der Stromnetze beschleunigen. Es müssten Anreize geschaffen werden, damit die Unternehmen Tempo machten, sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost de Jager.

Neue Stromleitungen sollen durch Prämien subventioniert werden. Quelle: dpa

Neue Stromleitungen sollen durch Prämien subventioniert werden.

BerlinDer dringend erforderliche Ausbau der Stromnetze soll durch höhere Renditen für die Netzbetreiber beschleunigt werden. Es müssten Anreize geschaffen werden, damit die Unternehmen Tempo machten, sagte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Jost de Jager dem Handelsblatt (Freitagsausgabe). Der CDU-Politiker schlägt eine „Sprinterprämie“ vor: Wer bis Ende 2012 genehmigungsfähige Unterlagen vorlege, solle mit einer um zwei Prozentpunkte höheren Netzrendite belohnt werden, sagte de Jager. Der Minister erwägt eine entsprechende Bundesratsinitiative.

De Jager will die Sprinterprämie staffeln. Nach 2012 soll sie jährlich um einen halben Prozentpunkt sinken, 2013 betrüge sie demnach nur noch 1,5 Prozent. Die Prämie soll nach den Vorstellungen de Jagers nicht auf die Netzentgelte umgelegt werden, die von den Stromverbrauchern zu entrichten sind. Sie soll vielmehr aus dem Fonds der Bundesregierung zur Förderung der erneuerbaren Energien bestritten werden.

De Jager setzt nicht allein auf den Anreiz durch höhere Renditen. Er will außerdem „eine deutliche Vereinfachung, Bündelung und Verkürzung der Planungsprozesse“ erreichen. Dazu soll der Bund Korridore für den Netzausbau per Gesetz festlegen. Planfeststellungsbeschlüsse für die Netzprojekte in diesen Korridoren sollen nicht nicht mehr beklagt werden können. Bei Projekten, die durch mehrere Bundesländer führen, soll es möglich sein, dass ein Bundesland bei der Planung die Federführung übernimmt, fordert de Jager.

Kommentare (2)

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17.03.2011, 22:25 Uhr

Hm, das ist schon merkwürdig. In einer Radiodiskussion zum Thema Atomausstieg wurde zur Reduktion der Subventionen für die erneuerbaren Energien argumentiert, dass man Anreize für mehr Effizienz bei der Produktion schaffen wolle ...
Und im Übrigen, Frau Merkel, wenn wir uns wirklich in Gottes Hand befinden, dann sollten wir schnellstens die Meiler abstellen. Wer weiß, wann er über uns mal nicht wacht, wie jetzt in Japan?

karlosdallos

17.03.2011, 22:43 Uhr

Der Staat kann durchaus auch als Unternehmer auftreten.
Die Netze und auch die Erzeugung selbst bestellen und kaufen.
Über Anleihen ist das dann auch günstig finanzierbar.
Die Amortisation kann errechnet werden.

In 15 Jahren kann dieser Strom kostenlos sein.

Allerdings soll der Mann mal beantworten,
warum die Windräder bei Wind still stehen?

Vielleicht teilt man ihm mit,
dass er die Antwort heute morgen im Bundestag verpasst hat.

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