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15.05.2013

20:34 Uhr

Schlüsselrolle für Europa

Merkel fordert solide Haushaltspolitik

Keine neuen Schulden mehr, kein Leben auf Kosten der Zukunft – Das wünscht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel. Europa müsse die Schlüsselrolle solider Haushaltspolitik erkennen, um endlich erfolgreich zu sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert für eine solidere Haushaltspolitik. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel plädiert für eine solidere Haushaltspolitik.

MünchenBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat erneut die Schlüsselrolle einer soliden Haushaltspolitik für die Zukunft Deutschlands und Europas hervorgehoben. „Es muss Schluss sein mit dem Immer-neue-Schulden-machen“, sagte die CDU-Chefin am Mittwochabend in München auf einer Wahlkampf-Veranstaltung der CSU. Andernfalls raube man den Kindern und Enkeln von heute die Chance, ihre Zukunft zu gestalten. Man dürfe nicht auf Kosten der Zukunft leben.

Deshalb habe sich Theo Waigel (CSU) seinerzeit als Finanzminister auch so stark gemacht für den europäischen Stabilitätspakt - damit sich eben nicht jeder verschulde, wie er wolle. Erfolgreich werde Europa nur sein, wenn sich alle an die Regeln halten, die man sich gemeinsam gegeben habe, sagte Merkel weiter. Auch Deutschland könne nur stark sein in einem starken Europa.

Reiche in Deutschland

Ab wann gilt man als reich?

Eine Definition für Reichtum gibt es nicht. Auch ist dies - wie so vieles - relativ. Der Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers liegt in Deutschland bei rund 30.000 Euro. Die Hälfte der 26,6 Millionen Steuerpflichtigen hatte nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2007 Einkünfte von bis zu 29.000 Euro, 10 Prozent erhielten mehr als rund 73.400 Euro, aber nur ein Prozent mehr als 206.000 Euro.

Wie ist die Vermögensverteilung?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht von einem Nettovermögen in Deutschland von 9,3 Billionen Euro. Das umfasst Immobilien, Geldvermögen, Versicherungen, Betriebsvermögen oder auch Vermögen in Form wertvoller Sammlungen. Dieses Vermögen ist in Deutschland ungleich verteilt. So besitzen 10 Prozent der Bevölkerung nach Angaben des DIW gut 66 Prozent des Gesamtvermögens. Ein Prozent der Bevölkerung verfügt über mehr als ein Drittel des gesamten Vermögens.

Wie viele Millionäre und Milliardäre gibt es in Deutschland?

Nach Angaben des „Manager Magazins“ gibt es in Deutschland gut 100 Milliardäre - sowohl Einzelpersonen als auch Familien. Angeführt wird die Liste der Superreichen von Aldi-Gründer Karl Albrecht.

Trotz Wirtschaftskrise und Börsenturbulenzen ist auch die Zahl der Deutschen, die über ein Nettovermögen von einer Million Euro und mehr verfügen deutlich gestiegen. Der D.A.CH-Vermögensreport 2012 gibt die Zahl der Euro-Millionäre in Deutschland mit 826.000 an.

Wie sieht es mit „Einkommensmillionären“ aus?

Laut Statistischem Bundesamt gab es im Jahr 2007 insgesamt 16.681 Steuerzahler mit Einkünften von einer Million Euro oder mehr. Die meisten kamen aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Wer zahlt Steuern?

Auf das oberste Zehntel der Einkommensbezieher entfielen 2007 fast 55 Prozent des gesamten Steueraufkommens. Fast ein Viertel (23,9) des Aufkommens ging auf die 1 Prozent Einkommensreichsten zurück. Dagegen zahlt die untere Hälfte nur sieben Prozent des Steueraufkommens.

Werden Reiche künftig stärker besteuert?

Wenn es nach SPD, Grünen, Linken und Gewerkschaften geht: Ja. Es geht vor allem um einen höheren Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer und eine Rückkehr zur Vermögensteuer, die Ende 1996 in Deutschland ausgesetzt wurde. Zurzeit liegt der Spitzensteuersatz bei 42 Prozent, er gilt ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 52.882 Euro. Hinzu kommt die „Reichensteuer“ von 45 Prozent ab 250.001 Euro (Ledige). Die Sätze könnten angehoben werden oder früher greifen.

Zugleich sprach sich Merkel für eine weitere Stärkung der Familien aus. Es gehöre zu den Hauptaufgaben des Staates, die Familien zu schützen. „Nur durch starke Familien wird ein Land auch ein starkes Land sein.“ Sie ermutigte die Menschen zu unternehmerischer Initiative. Denn nur so könnten neue Arbeitsplätze entstehen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

15.05.2013, 21:59 Uhr

Jeden Tag neues "Dreickspringen" von Frau Merkel. Erst mit Ires berben als Vorzeige-Vertrauens-Promie-Magnet an der Seite wird ein DEFA-Film angsschaut von 1970 (DDR-Produktion), dann eine Rockgruppe medienwirksam besucht mit Mikrofonansprache, jetzt "nibulös" soldie Haushaltspoltitik ... blabla ... was immmer sie damit auch meint. CDU trocknet inhaltlich aus "wie eine Rosine".

Leute, die mit der "Links-Ver-Merkelten CDU" unzufrieden sind ... wenn die aus Verzweiflung bei der NPD ihr Kreuz machen würden ==> werden abgeworben von der AfD. Die AfD füllt quasi das politische Spektrum aus, das die CDU noch in den 1990er Jahren ausgefüllt hatte.

Was ist schlecht daran ?

"Rechter Rand" der nach links-gerutschten CDU ist "ziemlich gross" geworden. Die CDU ist Schuld daran, wenn Bürger verzweifelt nach Ehrlichkeit und konservativen Werten suchen.

==> Frau Merkel hat das alles zerstört.

Account gelöscht!

16.05.2013, 20:49 Uhr

Wer eine solide Haushaltspolitik fordert, sollte selbst ein gutes Vorbild sein. Ein Land wie Deutschland hat schlicht und einfach keine Schulden zu machen! Und würde es auch nicht, wenn unsere Volldemokraten keine Volksverräter wären, unsere Regierungsform keine fremdgesteuerte Demokratie wäre und wir fünf Millionen Sozialschmarotzer weniger hätten!

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