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14.05.2013

18:38 Uhr

Schnellere Klärung gefordert

Grüne und CSU streiten über Pädophilie-Vorwürfe

Was haben Pädophile bei den Grünen gemacht? Vor der Bundestagswahl wird der Streit über diese heikle Frage mit harten Bandagen geführt. Die Union mache Wahlkampf auf dem Rücken von Opfern, so die Grünen.

Grünen-Europapolitikerin Rebecca Harms: Nimmt ihren Kollegen Daniel Cohn-Bendit in Schutz. dpa

Grünen-Europapolitikerin Rebecca Harms: Nimmt ihren Kollegen Daniel Cohn-Bendit in Schutz.

BerlinDer Streit über frühere Umtriebe von Pädophilen bei den Grünen eskaliert. Die Bundesgeschäftsführerin der Partei, Steffi Lemke, warf CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt am Dienstag in Berlin Wahlkampf auf dem Rücken von Missbrauchsopfern vor.

Lemke hielt Dobrindt vor allem vor, dass er den Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit als „widerwärtigen Pädophilen“ bezeichnet hatte. „Dann sollten Sie Anzeige erstatten oder diesen Vorwurf zurücknehmen“, sagte Lemke bei einer Konferenz der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Dobrindt bekräftigte bei der gleichen Veranstaltung „große Zweifel (...), dass es richtig ist, wie die Grünen probieren, die schützende Hand über so einen widerwärtigen Typen wie den Cohn-Bendit zu halten“. Die Grünen sollten die Pädophilie-Vorgänge aufklären.

Lemke griff zu folgender Retourkutsche: „Bei Ihnen ist einer, der einen Menschen totgefahren hat, hinterher Verkehrsminister geworden.“ Gemeint war Otto Wiesheu, der 1983 in alkoholisiertem Zustand einen tödlichen Verkehrsunfall auf der Autobahn verursachte. Zehn Jahre später wurde er in Bayern Minister für Wirtschaft und Verkehr.

Lemke sagte, Dobrindt betreibe widerwärtigen Wahlkampf. Den Versuch von Pädophilen, in den 80er Jahren Einfluss auf Grünen-Programmatik zu nehmen, räumte sie ein - er sei aber komplett gescheitert. Nun werde dieses Kapitel von einem unabhängigen Forscher aufgearbeitet, bekräftigte sie.

Kommentare (6)

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Alternative-zu-Deutschland

14.05.2013, 19:40 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Monika

14.05.2013, 19:46 Uhr

Nun tritt die CSU in die Fußstapfen der FDP.

Inhaltlich hat die CSU nichts mehr zu bieten. AMIGO-Affären, Vetternwirtschaft, Steuerskandale, die Liste ist unendlich lang, haben die CSU entlarvt.

Nun wird mittels Befreiungsschlägen versucht, die bayerische Bevölkerung zurück zugewinnen. Aber darauf fällt in Bayern niemand mehr rein.

Das Dampfplaudertrio bestehend aus Dobrindt, Söder und Seehofer hat nochmals die Bühne betreten und spielt den letzten Akt. Bis September 2013 werden wir dies noch aushalten. Danach geht die CSU in die Opposition und der bayerische Saustall kann endlich entfilzt werden.

Also wertes Dampfplaudertrio, so weitermachen und mit ansehen, wie die Wahlprognosen von Woche zu Woche weiter fallen.

Dr. Angela Merkel hat längst gemerkt, dass ihr die AMIGO-Spezies der CSU gefährlich werden können. Der Wind wird für Seehofer rauer. Er hat bisher kaum Erfolge in der Regierungskoalition vorzuweisen.

Horst und Guido sind per Du und haben eines gemeinsam: keinen Erfolg!

Allerdings ist Dr. Guido Westerwelle dem Horst Seehofer intellektuell um Längen voraus!

typischer_Paederastendiskurs

14.05.2013, 21:51 Uhr

„Es gibt niemanden bei uns, der glaubt, er hat sich an kleinen Mädchen vergriffen. Den Vorwurf, Grüne würden Pädophilie decken, halte ich auch für irre.“
Cohn-Bendit hatte 1975 in einem halb fiktiven Buch über seine Zeit als Kindergärtner geschrieben: „Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln.“ Mehrfach sagte er auch in jüngster Zeit, dies sei nur eine dumme und geschmacklose Provokation gewesen.

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Nein, das kann ihm niemand vorwerfen, dass er sich an Kindern vergriffen hätte. Es sind vielmehr die Kinder, die sich an ihm vergriffen haben und er hat das dann als pädogische Massnahme ertragen.....der arme Kerl.

Selbst wenn es nur Provokation war, dann deutet dies doch auf eine äusserst seltsame Art des Denkens hin. Leute, die so denken und das dann noch in Büchern veröffentlichen, also mit so einem Gedankengut Geld verdienen wollen, gehören nicht in ein Parlament. Ausserdem ist es eine Ausrede und nichts anderes, weil ein normaler Mensch käme nicht im Traum drauf, so etwas in einem Buch zu veröffentlichen.
Nur ein Perverser tut so etwas, egal ob als Provokation gedacht oder passiert. Dobrindt hat somit recht. Und die Grünen verteidigen so ein Verhalten noch. Das spricht Bände.

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