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16.03.2012

07:19 Uhr

Schnelles Wiedersehen

Christian Lindner ist Röslers bester Mann

Gut drei Monate nach seinem Rücktritt als FDP-Generalsekretär ist Christian Lindner wieder da und soll die NRW-FDP im Landtag halten. Es könnte zum politischen Himmelfahrtskommando für den studierten Politologen werden.

Soll die NRW-FDP retten: Christian Lindner. dpa

Soll die NRW-FDP retten: Christian Lindner.

BerlinLange hat er nicht stillhalten können. Drei Monate und einen Tag nach seinem Rücktritt als FDP-Generalsekretär wagt Christian Lindner ein Comeback in seiner Heimat Nordrhein-Westfalen. Am 14. Dezember hatte er sich nach einer atemberaubenden Parteikarriere mit den Worten „Auf Wiedersehen“ aus der Berliner FDP-Zentrale verabschiedet, jetzt tut sich der 33-Jährige ein politisches Himmelfahrtskommando in der Provinz an und führt die in Umfragen bei zwei Prozent dümpelnde Landespartei in den Landtagswahlkampf. Außerdem will er Landesvorsitzender werden.

Der studierte Politologe gilt als strategischer Kopf bei der FDP. Der am 7. Januar 1979 in Wuppertal geborene Lindner trat bereits mit 14 Jahren den Jungliberalen bei und ist seit 1995 Mitglied der FDP. Schon als 19-Jähriger kam er 1998 in den nordrhein-westfälischen Landesvorstand, 1999 wurde er Mitglied der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wermelskirchen, drei Jahre später Kreisverbandsvorsitzender im Rheinisch-Bergischen Kreis. Im Mai 2000 zog der damals 21-Jährige als bis dato jüngster Abgeordneter der Landesgeschichte in das Düsseldorfer Parlament ein.

Vor drei Monaten trat Lindner als FDP-Generalsekretär zurück. AFP

Vor drei Monaten trat Lindner als FDP-Generalsekretär zurück.

2007 wurde Lindner, der als eines der größten politischen Talente der FDP bezeichnet wurde, in den Bundesvorstand seiner Partei gewählt. 2009 errang er mit 30 Jahren ein Bundestagsmandat.

Auf Vorschlag des damaligen Parteivorsitzenden Guido Westerwelle wurde Lindner am 14. Dezember 2009 einstimmig zum FDP-Generalsekretär gewählt. Unter seiner Ägide feilte die Partei an einem neuen Grundsatzprogramm. Auf den Tag genau zwei Jahre später legte Lindner das Amt nieder, um der Partei „eine neue Dynamik zu ermöglichen“.

Sein Rücktritt wurde als Misstrauensvotum gegen den erst wenige Monate zuvor gewählten Parteivorsitzenden Philipp Rösler gewertet. Jetzt erklärte Rösler, er schicke seinen besten Mann nach NRW.

Von

dapd

Kommentare (2)

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ostpirat

16.03.2012, 07:48 Uhr

Lindner? Wieder ein typischer Vertreter des "Politiker-Dreisprungs", Kreissaal - Hörsaal - Plenarsaal. Ob Lindner oder Missfelder, sie sind austauschbar und zu nix zu gebrauchen als zu Salbaderei.

KritischeStimme

17.03.2012, 18:22 Uhr

Das Volk hat ihre Meinung schon ueber die FDP gebildet
Die FDP hat mit ihren wirtschaftsliberalen Ideen wobei alle Kontollmechanismen in der Wirtschaft ueber Bord geworfen wurden,die erste Finanzkrise aus den USA nach Deutschland geholt,welche jetzt in die Eurokrise gefuehrt hat.Auch wurde die Kriegspolitik der Union voll unterschrieben und Westerwelle war in seinem Amt als Aussenminister ein begeisteter Afganistanbesucher,wobei er die Volksgefuehle die zu 80% diesen Krieg ablehnen voellig ignoriert hat.Sehr begeistert hat Westerwelle die Sanktionen gegen den Iran mitgemacht,mit Kosten beim heutigen Oelpreis 150 miliarden $/Jahr,oder 1,5 mio Arbeitslose europaweit.Seitdem die Zeitungen die bevorstehende Bombardierung von Iran durch Atomstaat Israel melden,stellt sich heraus das das falsche Land sanktioniert wurden mit katastrophalen Folgen fuer die europaeische Wirtschaft.Mit Westerwelle in der Partei braucht die FDP keine Feinde

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