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20.12.2013

00:00 Uhr

Schulden

Schäuble braucht weniger Kredit

ExklusivDas freut den Finanzminister: Aufgrund der weiter kräftig fließenden Steuereinnahmen muss der Bund nicht so viele Schulden machen, wie geplant. Vor allem das Lohnsteuer-Aufkommen wächst.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: „Nettokreditaufnahme nicht in voller Höhe benötigt“. Reuters

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble: „Nettokreditaufnahme nicht in voller Höhe benötigt“.

DüsseldorfBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird dieses Jahr weniger neue Schulden machen, als im Etat vorgesehen. „Aufgrund der bisherigen Entwicklung und in Erwartung des aufkommensstarken Dezember-Ergebnisses scheint es gesichert, dass die für 2013 geplante Nettokreditaufnahme von 25,1 Milliarden Euro nicht in voller Höhe benötigt wird“, heißt es im am heutigen Freitag erscheinenden Monatsbericht aus Schäubles Haus. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

Grund sind neben gesunkenen Ausgaben für Rüstung und Investitionen die weiterhin kräftig fließenden Steuereinnahmen. Im November nahmen Bund und Länder mit 39,4 Milliarden Euro 3,9 Prozent mehr ein als im Vorjahresmonat. Insbesondere die Lohnsteuer überraschte mit einem Zuwachs von 6,4 Prozent erneut positiv.

Dagegen blieb das Aufkommen der Umsatzsteuer um 1,3 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück — allerdings schwankt das Umsatzsteueraufkommen von Monat zu Monat stark. Ungebrochen ist dagegen der Boom bei der Grunderwerbsteuer, die im November gut elf Prozent mehr in die Länderkassen spülte.

Schäubles Volkswirte erwarten, dass sich die „konjunkturelle Erholung zum Jahresende fortsetzen“ werde. Zwar sei die Industrie verhalten in das Schlussquartal gestartet, doch dürften die Stimmungsverbesserungen in den Unternehmen, der Finanzmarktanalysten sowie der Konsumenten „eine Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität“ im vierten Quartal erwarten lassen.

Von

asr

Kommentare (21)

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Auslaender

20.12.2013, 08:41 Uhr

Ach Herr Schäuble Sie sind ein Ignorant. Ein Ignorant der Kalten Progression Einkommenssteuer. Damit sind Sie konform mit ihren Vorgängern der letzten Jahrzehnte. Während im Ausland, ich spreche aus Erfahrung, regelmässig korrigiert wird ist in D diese "unauffällige" Steuererhöhung höchst willkommen um den Staatsaufwand ohne Einsparungen, beispielsweise bei den Pensionen der Beamten, finanzieren zu können. Persönlich sehe ich hier einen staatlichen Steuerbetrug gegenüber den Einkommenssteuerzahler.

Als ehemaliger Einkommenssteuerzahler/D sehe ich mich bestätigt ausgewandert zu sein. Die Kalte Progression ist ein fester Posten des Steuersubstrates geworden daran wird sich langfristig nichts ändern.

HofmannM

20.12.2013, 08:57 Uhr

Jaja...er Bund freut sich und der Bürger verarmt!
Alleine die steigenden Stromkosten per Energiewendewahn (EEG) spült den Bund Mehreinnahmen von Millarden an Euros in die Kasse. Der Bund betreibt mit seiner Steuerpolitik eine Verarmung an deutschen Bürger.

laufrad

20.12.2013, 09:03 Uhr

Egal wieviel Steuern die Öffentliche Hand einnimmt, Sie werden nicht damit auskommen, bzw schlecht damit wirtschaften bzw. sinnlose Subvensionen,etc. Dieser Umstand ist so sicher, wie dass es nachts dunkel wird!!

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