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06.10.2017

13:41 Uhr

Schuldenbarometer

Weniger Privatinsolvenzen in Deutschland

Die bessere Einkommenslage der Menschen sorgt dafür, dass weniger Privatinsolvenzen beantragt werden. 2017 erreichten die Deutschen den niedrigsten Wert seit 2005. Insgesamt sind die Zahlen seit Jahren rückläufig.

Niedrige Arbeitslosenzahlen und eine verbesserte Vermögenslage sorgen für weniger Privatinsolvenzen. dpa

Überschuldung

Niedrige Arbeitslosenzahlen und eine verbesserte Vermögenslage sorgen für weniger Privatinsolvenzen.

HamburgDie Zahl der Privatpleiten in Deutschland ist einer Untersuchung zufolge auf den niedrigsten Wert seit 2005 gesunken. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel mussten im ersten Halbjahr 45.145 Privatpersonen Insolvenz anmelden – 13,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Das sei der inzwischen siebte Rückgang in Folge und der niedrigste Stand seit 2005, heißt es in dem am Freitag in Hamburg veröffentlichten „Schuldenbarometer“. Für das Gesamtjahr werden rund 88.000 Privatinsolvenzen erwartet.

Die meisten Fälle je 100.000 Einwohner gab es trotz eines Rückgangs von 27,3 Prozent mit 81 in Bremen, gefolgt von Hamburg und Schleswig-Holstein mit 77 beziehungsweise 75. Am wenigsten Privatinsolvenzen – und mit 30,4 Prozent den gleichzeitig größten Rückgang – meldete das Land Hessen mit 40 Fällen je 100.000 Einwohner. Der Bundesdurchschnitt lag den Angaben zufolge in den ersten sechs Monaten bei 55. Einen Anstieg der privaten Insolvenzen um 8,9 Prozent habe allein Thüringen verzeichnet.

Grund für den neuerlichen Rückgang seien vor allem die derzeit niedrige Arbeitslosenzahl und eine verbesserte Einkommenslage der Menschen. „Eine Zunahme der finanziellen Belastungen der Verbraucher, etwa durch eine Verschlechterung der Situation auf dem Arbeitsmarkt oder eine Zinswende, würde zu einem Anstieg der Privatinsolvenzen führen“, erklärte Crifbürgel-Geschäftsführerin Ingrid Riehl.

Von

dpa

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