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10.03.2012

09:55 Uhr

Schuldenkrise

Kauder sorgt sich um EZB-Geldflut

Die Geldpolitik der EZB bereitet Unionsfraktionschef Kauder trotz der Erfolge im Kampf gegen die Schuldenkrise auch Sorgen. Er verfolge die Ausgabe von mehr als einer Billion Euro an Banken mit „gemischten Gefühlen“.

Volker Kauder ist Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. dpa

Volker Kauder ist Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

BerlinDie expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bereitet Unionsfraktionschef Volker Kauder trotz der Erfolge im Kampf gegen die Schuldenkrise auch Sorgen. Er verfolge die Ausgabe von mehr als einer Billion Euro an die Banken mit „gemischten Gefühlen“, sagte der CDU-Politiker dem Magazin „Wirtschaftswoche“ laut Vorabbericht vom Samstag. Sobald der dauerhafte Euro-Rettungsfonds ESM im Laufe des Jahres in Kraft getreten sei, sollte die EZB ihre Liquiditätshilfen und zinsgünstigen Kredite für die Finanzbranche reduzieren, um das Inflationsrisiko wieder zu verringern. „Ich hoffe, die EZB erkennt ihre Grenzen und sammelt das Geld später auch wieder zügig ein“, sagte Kauder. Wenn der ESM arbeitsfähig sei, würden viele EZB-Maßnahmen nicht mehr benötigt. „Dann kann und muss sich die EZB wieder auf ihre Aufgabe als geldpolitischer Stabilitätsanker konzentrieren.“ Eine große Inflationsgefahr sehe er aber nicht.

Die EZB hatte den Banken im Dezember und im Februar insgesamt Kredite über eine Billion Euro für drei Jahre zum ultraniedrigen Zins von einem Prozent zur Verfügung gestellt. Ziel war es, eine Kreditklemme abzuwenden und den schwächelnden Euro-Schwergewichten Spanien und Italien am Kapitalmarkt Luft für Reformen im Kampf gegen die Schuldenkrise zu verschaffen. Kritiker warnen aber auch vor steigenden Inflationsrisiken wegen der Geldflut, die Blasen an den Rohstoff- und Immobilienmärkten begünstigen könnten. Im Führungsgremium der EZB hatte sich zuletzt sogar wegen der gelockerten Geldvergabe-Bedingungen ein Richtungsstreit abgezeichnet: Bundesbankchef Weidmann dringt insbesondere auf eine Verschärfung der Anforderungen für die Sicherheiten, die Banken für das günstige Zentralbankgeld bieten müssen.

Von

rtr

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

10.03.2012, 10:27 Uhr

Lieber Hr. Kauder, Sie gefallen mir ebenso wie der Ihnen nahestehende griechische Finanzminister Venizelos.
Es ist ihre gemeinsame politische Schlaumeierargumentation, auch Chuzpe genannt.

Wer killte denn Axel Weber ?.

NGH

10.03.2012, 11:06 Uhr


Kauder ist einfach nur zum Kotzen.

Er ist ein fanatischer Lobbyist , Volksverdummung wurde

von Kauder immer schon betrieben .

Das Volk braucht keinen Kauder .

Kauder betreibt eine Politik , die nur den Reichen hilft.

MaWo

10.03.2012, 11:10 Uhr

@ Rainer_J,
so lange das höchste deutsche Gericht im Sinne der Politik mit spielt und letztlich nur "das Volk" für Unvermögen der Entscheidungsträger haftet, geht doch alles in geordnete Bahnen und völlig legal abwärts.
Es haftet kein Verantwortlicher. Gewinne werden privatisiert und Verluste sozialisiert.
Das ist die verbrecherische Realität.

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