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25.07.2011

10:24 Uhr

Schuldenkrise

Rösler ruft Wirtschaft für griechischen Marshallplan zusammen

VonThomas Sigmund, Sven Afhüppe, Gerd Höhler

ExklusivMit einem 16-Punkte-Plan will das Bundeswirtschaftsministerium die griechische Wirtschaft stützen. Die deutsche Industrie hofft dabei auf lukrative Aufträge und rechnet mit Investitionen von bis zu 50 Milliarden Euro.

Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Roesler (FDP, M.). Quelle: dapd

Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Philipp Roesler (FDP, M.).

Berlin/AthenDas Bundeswirtschaftministerium arbeitet an einem umfangreichen Plan, um die griechische Wirtschaft anzuschieben. Die Pläne hierfür sind sehr konkret. Bereits am Mittwoch will Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler nach Handelsblatt-Informationen aus Regierungskreisen eine Investorenkonferenz einberufen. Zusammen mit den Präsidenten von mehr als 20 Wirtschaftsverbänden will Rösler beraten, unter welchen Voraussetzungen sich deutsche Firmen in Griechenland engagieren wollen. Die Industrie hofft dabei auf milliardenschwere Aufträge.

Die Investorenkonferenz ist Teil eines 16-Punkte-Plans des Wirtschaftsministers. Mit einer "Investitions- und Wachstumsoffensive", einer Art Marshallplan, soll nach dem Willen des Bundeswirtschaftsministers die Wettbewerbsschwäche Griechenlands überwunden werden. Unter anderem bietet Rösler "administrative Hilfe" beim Aufbau wettbewerblicher Strukturen und bei der Modernisierung der griechischen Verwaltung an.
Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt die Initiative. Röslers Bemühungen seien abgestimmt und richtig, sagte Merkel.

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Sie reihten sich ein in ihre früheren Absprachen mit dem griechischen Premier Giorgos Papandreou, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren, sagte die Kanzlerin bei ihrer Sommer-Pressekonferenz.

Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) arbeitet an einem Konzept, die Investitionsanreize zu verbessern, um das Wachstumpotenzial Griechenlands zu stärken. Nach Informationen des Handelsblatts laufen die Gespräche bereits seit mehr als einem Jahr auf ausdrücklichen Wunsch des Kanzleramts. Seitdem habe es mehrere Treffen von Vertretern der griechischen Regierung und der Wirtschaft gegeben. Der BDI schätzt die möglichen Investitionen in Griechenland in den nächsten Jahren auf rund 50 Milliarden Euro. Voraussetzung sei jedoch, dass Rechtsunsicherheit und Bürokratie abgebaut würden, so der BDI.

Kommentare (20)

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Kostolany

25.07.2011, 10:40 Uhr

Rößler ist doch pleite,
wunderschöne PR-Aktion.

Thomas-Melber-Stuttgart

25.07.2011, 11:07 Uhr

In Griechenland gibt es weder einen ausreichend großen Binnenmarkt, noch entsprechende Infrastruktur zur Fertigung hochwertiger Güter (Wertschöpfungskette). Auch wird es an den notwendigen Fachkräften fehlen. Und kostenseitig ist griechenland kein "low cost country". Weshalb sollte sich ein Unternehmen dort ansiedeln?

bommel

25.07.2011, 11:10 Uhr

marshall-plan für griechenland? wieso höre ich immer dieses wort im zusammenhang mit der griechenpleite? hatten wir bisher krieg? nein? oder will man vorbeuegn, falls in griechenland bald bürgerkrieg herrscht??? was für hinterfotzige idioten, die von politik und wirtschaft keine ahnung haben regieren uns eigentlich? rösler ist vizekanzler von deutschland. schon allein deshalb schäme ich mich dafür deutscher staatsbürger zu sein.

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