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24.03.2017

14:14 Uhr

Schulz über seine Fußball-Karriere

„Damals war ich linker Verteidiger, nun linker Angreifer“

Martin Schulz ist 1972 mit Rhenania Würselen westdeutscher B-Jugend-Vizemeister im Fußball geworden. Der SPD-Kanzlerkandidat attestiert sich selbst eine „unfeine Nahkampftechnik“ – ein Rüpel sei er aber nicht.

In seine Jugendzeit spielte Martin Schulz Fußball in Würselen. Er selbst attestiert sich heute eine harte Spielweise auf dem Platz. Dennoch habe er damals Teamgeist erfahren und gelernt. dpa

Schulz beim SV Rhenania Würselen

In seine Jugendzeit spielte Martin Schulz Fußball in Würselen. Er selbst attestiert sich heute eine harte Spielweise auf dem Platz. Dennoch habe er damals Teamgeist erfahren und gelernt.

BerlinSPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz attestiert sich selbst „unfeine Nahkampftechnik“ – nicht in der Politik, sondern in seiner Zeit als aktiver Fußballer. „Ein Rüpel war ich nicht. Aber ich war ein harter Abwehrspieler“, sagte er dem Sportmagazin „11 Freunde“ in einem gemeinsamen Interview mit dem Fußballweltmeister von 1954, Horst Eckel. „Prächtige Ballführung kann man bei mir getrost streichen“, räumte Schulz ein.

Er sei „kein ganz einfacher Gegenspieler“ gewesen, habe aber „auch meine eigenen Knochen nie geschont“. Schulz war 1972 mit Rhenania Würselen westdeutscher B-Jugend-Vizemeister geworden und hatte auf eine Fußballerkarriere gehofft, aber sein Körper machte nicht mit - das linke Knie, ein Meniskus und beide Kreuzbänder, wie sich der heute 61-Jährige SPD-Politiker erinnert. Im B-Jugend-Finale verlor sein Verein erst im Finale gegen Schalke, weil „unser eigentlich hervorragender Torwart einen Gurkenschuss rein“ ließ.

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Sein fußballerisches Idol sei Wolfgang Weber gewesen, in den 60er und 70er Jahren linker Verteidiger beim 1. FC Köln. „Ich war ja damals linker Verteidiger. Und das bin ich im übertragenen Sinne bis heute geblieben“, sagte Schulz im „11-Freunde“-Interview. „Wobei, mittlerweile bin ich linker Angreifer.“

Das Wichtigste, was er aus dem Fußball für die Politik gelernt hat? „Klingt banal, ist aber so: Teamgeist.“ Und: „Selbst wenn man im Wahlkampf 0:2 hinten liegt, ist noch nichts verloren.“ Am Sonntag, bei der Landtagswahl im Saarland, hofft Schulz angesichts des Höhenflugs in den Umfragen allerdings wohl eher auf das 1:0.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Novi Prinz

24.03.2017, 14:38 Uhr

IKARUS-gleich , stürmt Martin Schulz gen Himmel . Das hat es noch nie gegeben.
Frau Merkel braucht garnicht mehr anzutreten, denn gegen Phänomene ist ist nicht anzukommen .

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