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16.04.2015

18:05 Uhr

Schutzmaßnahmen

Wie die Koalition Einbrüche verhindern will

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland steigt seit Jahren an. Die Große Koalition will nun den Einbau sicherer Fenster und Türen fördern. Zudem wird über ein Fahrverbot als eigenständige Sanktion beraten.

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland nimmt zu. dpa

Statistik steigt

Die Zahl der Einbrüche in Deutschland nimmt zu.

Göttingen Hausbesitzer und Mieter können mit staatlichen Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten für einen besseren Schutz vor Einbrechern rechnen. Die Spitzen der großen Koalition beschlossen bei einer Sitzung am Donnerstag in Göttingen, dafür Programme der staatlichen KfW-Förderbank auszudehnen.

„Viele Wohnungstüren sind nicht einbruchssicher“, sagte der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder (CDU). Da helfe bereits ein Beitrag von 300 oder 400 Euro, um mehr Sicherheit zu erreichen. 40 Prozent aller Diebe lassen sich erfahrungsgemäß von Einbruchsicherung abschrecken oder weichen zurück, wenn Nachbarn aufmerksam werden.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland stieg 2014 zum achten Mal in Folge. Die Polizei erfasste mehr als 152.000 Fälle. Das ist der höchste Wert seit 16 Jahren. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte: „Der erhebliche Anstieg der Einbruchszahlen macht vielen Menschen Sorgen. Dazu kommt die geringe Aufklärungsquote.“

Union und SPD wollen ferner, dass neben Geldstrafen als weitere Alternative zur Freiheitsstrafe ein Fahrverbot als eigenständige Sanktion eingeführt wird. „Es gibt zunehmend Straftäter, für die eine Geldstrafe kein fühlbares Übel darstellt oder die gar kein Vermögen haben“, heißt es in dem Papier „Kriminalität effektiver bekämpfen“.

Außerdem will die Koalition das Vereinsrecht verschärfen, um kriminelle Rockerclubs leichter Vereinsprivilegien entziehen zu können. Zum besseren Schutz vor Datenklau soll die Ausstattung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie der Sicherheitsbehörden verbessert werden.

Und die Haushaltsmittel für die Bundespolizei sollen nach 2015 (20 Millionen Euro für bessere Ausstattung) auch 2016 erhöht werden. Ferner wird eine Verschärfung des Strafrechts geprüft, um Gewalt gegen Einsatzkräfte etwa bei Demonstrationen effektiver zu ahnden.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Fred Meisenkaiser

17.04.2015, 08:34 Uhr

Die einzig sichere Maßnahme wäre mehr Politzei und eine schnelle Bestrafung der Täter.

Aber wie will man einen Einbrecher mit weniger Tausend Euro Schaden bestrafen, wenn ein Steuerverbrecher der 38Mio gestohlen hat, nach 1,5 Jahren wieder aus dem Gefängniss freikommt?

Herr Fred Meisenkaiser

17.04.2015, 08:36 Uhr

Die Maßnahmen zum Einbruchschutz dienen also wieder nur zur Subventionierung der Wirtschaft und als Ablenkung vom Überwachungsgesetz. Der Weg hin zum vollständigen Überwachungsstaat soll nicht ganz so auffallen!

Herr Ingo Ulrich

17.04.2015, 12:50 Uhr

Warum durften wir Bürger nach Öffnungen der Grenzen (Schengen..) nur noch Mehrkosten in Kauf nehmen ?

Die Anfänge : Wegfahrsperren - und Alarmanlagen im KfZ - Bereich !

Natürlich hat die Automobil-Industrie und deren Zulieferer incl. Lobby-"Volksvertreter" nicht "gemecket"!

Umsatzplus und ein Dankeschön durch u.a. Osteuropäische Banden !

Warum sollten sich jetzt die Industrie der Fenster- und Türenbau - Sicherheitsschlösser-Alarmanlagen sich gegen diese Einbruchfreundliche "Politik" "wehren" ???

Im Gegenteil, öffnet noch weiter die Grenzen ohne Kontrolle, damit wir Wachstum generieren können!

Die Statistiken sind schön-getrickst, selbst intern bei der Polizei nimmt man diese nicht ernst !

Verlogene Politik ! Und so leicht zu recherchieren , wenn man nur will !

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