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05.09.2011

12:10 Uhr

Schwarz-Gelb auf Talfahrt

Wie verdaut man die vierte Niederlage in Folge?

Die Spitzenpolitiker schweigen und beraten, die zweite Reihe ringt um Worte: Nach Mecklenburg-Vorpommern tut sich Schwarz-Gelb schwer, die Niederlage zu verarbeiten. Die Zeit drängt - das nächste Debakel steht bevor.

BerlinDie erste Riege der Berliner Regierungsparteien CDU und FDP blieben am Montag Vormittag in Deckung und schickten ihre Vertreter vor. So rief CDU-Vize Volker Bouffier seine Partei zur Geschlossenheit auf. „Entscheidend ist, dass die Union klar hinter der Kanzlerin steht“, sagte Bouffier vor der CDU-Präsidiumssitzung mit Hinweis auf die anstehenden Abstimmungen über den Euro im Bundestag. Es sei sehr wichtig, „dass wir bei diesen europapolitischen Entscheidungen eine klare Mehrheit haben“. Als Problem bezeichnete es Bouffier, dass bei einer Wahlbeteiligung von nur knapp über 50 Prozent auch Stammwähler der Union nicht mehr mobilisiert werden könnten. Die CDU sei „unter Wert geschlagen worden“. Sie habe in der Regierung im Norden mit der SPD gute Arbeit geleistet.

Umfragen zufolge droht den Konservativen und Liberalen in zwei Wochen bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus ein ähnliches Debakel. Hier könnte die SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit den nächsten Sieg einfahren.

Auch Bundestagspräsident Norbert Lammert und die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (beide CDU), dass aus ihrer Sicht die Wahl im Mecklenburg-Vorpommern durch regionalpolitische und nicht etwa bundes- oder europapolitische Themen entschieden worden sei. Der Erfolg der bisherigen Arbeit der großen Koalition im Landtag in Schwerin sei dem amtierenden Ministerpräsidenten Erwin Sellering und der SPD zugute gekommen. Alle CDU-Politiker äußerten die Erwartung, dass die große Koalition in Mecklenburg-Vorpommern fortgesetzt werde. Auch CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wies die These zurück, dass innerparteilicher Streit sich negativ auf das Wahlergebnis im Nordosten ausgewirkt habe. Allerdings bedeute weniger Streit immer mehr Rückenwind. Dies müsse die Union künftig beachten, sagte Gröhe dem Sender n-tv.

Kommentare (17)

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Gastroenterologe

05.09.2011, 12:05 Uhr

Was gibts denn da zu verdauen?

Die verdauen grad die Bundesrepublik Deutschland: guten - Rülps (sry) - Appetit.

Pendler

05.09.2011, 12:11 Uhr

Es wäre ja eine voll geile Idee, es mal mit der Wahrheit zu probieren. Einfach mal sagen, dass man eine Generation von Schmarotzern und Abzockern mit meiner Generation hochgezüchtet hat. Und inzwischen ein Magnet für alle Zecken dieser Welt geworden ist.

Eine geile Idee wäre es auch, wenn man unsere kleine Minderheit von nachwachsenden Leistungsträgern nicht auch aus dem Land ekeln will und bereit ist, uns eine Zukunft und uns angemessenes ein Standing bieten zu wollen. Bisher kommt es uns so vor, dass man sich als Maschinenbau-Ing. schon schämen muss, weil man nicht Kunstgeschichte, BWL oder Erzieher studiert hat.

MehrMeer

05.09.2011, 12:26 Uhr

interessant und stellvertretend für den Zeitgeist ist das Zitat von Hernn Zastrow.."wir müssen jetzt den politischen Gegner angreifen.." ...Politik als Selbstzweck?....die sollen pragmatische Konzepte für das Land entwickeln, vertreten und umsetzen!

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