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24.11.2013

15:05 Uhr

Schwarz-Grün

Hessen ist kein Signal für Berlin

ExklusivGrünen-Spitzenpolitikerin Katrin Göring-Eckardt sieht in den schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen in Hessen kein Signal für die Bundespolitik.

Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dpa

Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt

Berlin„Dies ist nicht der Beginn einer langen Freundschaft, sondern anspruchsvoller Verhandlungen“ sagte die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Kulturell wird es für die hessische CDU ein weiter Weg zur modernen Mitte unserer Gesellschaft, die sie lange von rechts bekämpft hat“, fügte sie hinzu.

Von der Bundesebene der Grünen gebe es keinerlei Ansagen an die hessischen Parteifreunde. „Die hat Tarek al-Wazir auch gar nicht nötig“, sagte Göring-Eckardt mit Blick auf den hessischen Partei- und Fraktionschef der Grünen. Das gelte auch umgekehrt: „Die aktuellen Entwicklungen in Hessen haben keinen Einfluss auf die derzeitige politische Situation im Bund.“

Der neue Bundesgeschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, begrüßt die schwarz-grünen Koalitionsgespräche in Hessen. „Die hessischen Grünen haben mit der SPD, mit der Linkspartei und mit der CDU sorgfältig sondiert, die Ergebnisse eingehend beraten und mit großer Mehrheit auf ihrem kleinen Parteitag die Entscheidung gefällt, Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufzunehmen“, sagte er dem Handelsblatt. „Davon ausgehend sind schwarz-grüne Verhandlungen in Hessen jetzt richtig.“

Sollten die Verhandlungen zum Erfolg führen, könnten damit auch grüne Inhalte im Bundesrat gestärkt und die Regierungsoptionen für die Grünen erweitert werden, ergänzte Kellner, der zum linken Parteiflügel zählt. „Diese Erweiterung sollte aber auch in Richtung Rot-Rot-Grün gelten.“

Von

bag

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