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15.10.2014

12:28 Uhr

„Schwarze Null“

AfD will Mindestlohn und Frauenquote abschaffen

Nach korrigierten Wachstumsprognosen streiten die Parteien, wie sie die Wirtschaft ankurbeln können. Das Ziel der Schwarzen Null steht dabei zur Disposition. AfD-Chef Lucke warnt die Regierung aber davor, sie aufzugeben.

Bernd Lucke: Mindestlohn, hohe Lohnnebenkosten und Frauenquote sind für den AfD-Chef „wirtschaftsfeindliche Maßnahmen“. dpa

Bernd Lucke: Mindestlohn, hohe Lohnnebenkosten und Frauenquote sind für den AfD-Chef „wirtschaftsfeindliche Maßnahmen“.

Berlin/BrüsselDie eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) hat die Bundesregierung davor gewarnt, sich von ihrem Ziel eines ausgeglichenen Haushalts zu verabschieden. „Die wirtschaftliche Eintrübung ist besorgniserregend“, sagte AfD-Chef Bernd Lucke am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.

„Deutschland muss einen strikten Konsolidierungskurs fahren“, forderte der Europaabgeordnete. Dazu gehöre auch, dass „wirtschaftsfeindliche Maßnahmen der Bundesregierung unverzüglich aufgehoben werden“. Dazu zählt der Volkswirt nicht nur den Mindestlohn und hohe Lohnnebenkosten, sondern auch die im Koalitionsvertrag vereinbarte Frauenquote.

Nachdem die Bundesregierung ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum nach unten korrigiert hatte, war am Dienstag Streit darum entbrannt, welche Wachstumsimpulse der Wirtschaft helfen könnten. Einige Unionspolitiker schlugen vor, die Frauenquote für Aufsichtsräte zu verschieben. Die SPD lehnt dies ab. Einige Sozialdemokraten forderten mehr staatliche Investitionen, und damit eine Abkehr von dem Ziel der „Schwarzen Null“.

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Von

dpa

Kommentare (10)

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Herr Theo Gantenbein

15.10.2014, 13:10 Uhr

Die AfD ist die einzige Partei, in der noch ökonomische Vernunft herrscht!

Kein Wunder, dass sich auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmer von der CDU abwenden und der AfD zuwenden.

Die FDP ist außer für Hoteliers (Ust-Ermäßigung) sowie für Notare und Apotheker (Schutz der jeweiligen Monopole) für keinen mehr relevant.

Account gelöscht!

15.10.2014, 13:28 Uhr

Alle etablierten Parteien inkl. der CDU/CSU bewegen sich immer mehr in Richtung Staatsdirigismus und begraben damit die Marktwirtschaft. Der Preis dafür wird durch die Bürger, Sparer und Rentner entrichtet werden ... die globalisierte Welt wird nicht auf ein sozialistisches, zentralistisches und daher schwaches Europa warten, die Stagnation hat schon begonnen. Wenn die Politik nicht massiv umsteuert, insb. bzgl. des EUR-Währungsraums, der Banken-Schuldenunion etc ihre Strategien überdenkt, werden wir alle mit Südeuropa in den Abgrund gezogen werden. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Für die AFD könnte es nicht besser laufen, alle ihre Prognosen sind eingetroffen. Gelogen haben dagegen Merkel, Schäuble und Co; sind halt alles Wiederholungstäter.

Hier die wahre Geschichte des EUR, von einem Insider, Ex-Bundesbanker Prof Nölling packt aus:
https://www.youtube.com/watch?v=eKxzGTwAqOQ

Herr Markus Bullowski

15.10.2014, 13:44 Uhr

Eigentlich gehts doch um was anderes. Nicht Ausgaben oder Schulden ans sich sind das Problem, sondern KONSUMSchulden. Wenn der Staat Geld in einer Weise investiert, die nachhaltig und langfristig Gewinne bringt (Infrastruktur, Bildung), dann sind Schulden kein Problem, da den Zinsen ja eine Wertschöpfung gegenübersteht. Das Problem sind nur Ausgaben auf Pump, denen kein finanzieller Gewinn gegenübersteht - diese führen in eine Schuldenspirale.

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