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31.07.2011

14:34 Uhr

Schwarzgeld

Deutschland und Schweiz stehen vor Steuereinigung

Ein Deutsch-Schweizer Steuerabkommen ist in Sichtweite. Die Verhandlungen über Besteuerung von Schwarzgeldern ist weit fortgeschritten. Noch vor der Sommerpause soll das Abkommen in Kraft treten.

Die Schweizer und die Deutsche Flagge  und wehen vor dem Bundestag. Quelle: dpa

Die Schweizer und die Deutsche Flagge und wehen vor dem Bundestag.

BerlinDie Verhandlungen zwischen der Schweiz und Deutschland über eine Besteuerung von Schwarzgeld sind „weit fortgeschritten“. Das sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin am Sonntag zu entsprechenden Medienberichten. Nach einem Bericht des „Spiegel“ kann der deutsche Fiskus auf Milliardenzahlungen von Schweizer Banken hoffen.

Danach sollen eidgenössische Banken eine Abschlagszahlung in Höhe von zehn Milliarden Euro garantieren. Altvermögen sollen demnach mit 19 bis 39 Prozent versteuert werden, je nach Einkommensart. Bei Schwarzgeld werde der Höchstsatz fällig. Diese Einzelheiten bestätigte das Bundesfinanzministerium nicht.

Das bilaterale Steuerabkommen über „unentdeckte Vermögensmassen“ sollte ursprünglich schon vor der Sommerpause paraphiert werden. Damit wird jetzt noch im August gerechnet. Bis zum Jahresende könnte das Abkommen in Kraft treten.

Nach einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ soll zum einen eine neue anonyme Quellensteuer für künftige Kapitalerträge deutscher Anleger in der Schweiz eingeführt werden. Der Satz könnte bei 26 Prozent liegen, das entspräche ungefähr der deutschen Abgeltungsteuer.

Umstritten sei der geplante Strafabschlag für Anleger, die Schwarzgeld in der Schweiz angelegt haben. Im Gespräch sei ein Anteil zwischen 20 und 30 Prozent, den die Schweizer Banken einkassieren und nach Deutschland überweisen sollen. Je nach Schätzung liegen 130 bis 180 Milliarden Euro deutsches Schwarzgeld in der Schweiz, schreibt die „Wirtschaftswoche“.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Rumpelstilzchen

31.07.2011, 15:03 Uhr

Da sind Politiker z.B. viel cleverer.
Meint ihr ein Scheuble hat sein Geld in der Schweiz ???
Da gibt es viel bessere Adressen.......und da wird nicht so ein Theater gespielt !

MannOmann

31.07.2011, 16:42 Uhr

Strafabschlag ??? .......Interessant, wie sich das organisierte Verbrechen organisiert.

Was spricht eigentlich dagegen, die Kohlen einzuziehen und die Täter abzuurteilen, so wie es bei jedem Kleinkriminellen Gang und Gäbe ist ?

Kalle

31.07.2011, 17:42 Uhr

Die Schweiz schädigt sich selbst. Die wirklich grossen Fische sind längst in Singapur und anderswo. Wie immer, die kleinen müssen dran glauben. Wenn die Steuern in D-land geringer wären gäbe es keine Steuerflucht, die Briten zahlen deshalb gern im Heimatland.

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