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08.04.2006

14:38 Uhr

Schweinepest

Nordrhein-Westfalen kämpft für Schweinetransporte

Nordrhein-Westfalen will bei der EU-Kommission in Brüssel auf die Aufhebung des Schweinetransportverbots wegen der Schweinepest dringen.

HB WERL. Das sagte NRW-Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Samstag bei einem Krisentreffen mit Vertretern von Agrar- und Fleischwirtschaft in Werl. „Wir stehen vor einer ernsten Lage“, sagte Uhlenberg wegen der 30 000 Schweine, die in dem Bundesland bereits getötet werden mussten. Allein den Schweinemästern in Nordrhein-Westfalen entstünden Einnahmeverluste von rund 47 Millionen Euro pro Woche.

Diese Summe beziehe sich auf das reine Transport- und Schlachtverbot. Dazu kämen weitere Verluste der Fleischbranche und eine Belastung für langjährige Handelsbeziehungen. Uhlenberg hofft nun, dass kein neuer Fall von Schweinepest auftritt, damit er bei der EU-Kommission Anfang kommender Woche eine Aufhebung des Transportverbots erreichen kann. „Ein weiterer Fall würde sich katastrophal auf unsere Verhandlungen auswirken“, sagte Uhlenberg. Durch das Transportverbot entstünden auch Probleme mit dem Tierschutz, da die Ställe teilweise völlig überfüllt seien.

Die Schweinepest war Anfang März im Kreis Recklinghausen nach sieben Jahren erstmals wieder in NRW aufgetreten. Auch im Kreis Borken wurde sie inzwischen nachgewiesen. Vom vergangenen Freitag an dürfen Schweine aus Nordrhein-Westfalen gemäß der EU-Auflagen zehn Tage lang weder transportiert noch geschlachtet werden. Deutsche Züchter dürfen ihre Schweine nur noch zur direkten Schlachtung exportieren, wenn die Tiere vorher 60 Tage lang keinen Kontakt zu anderen Beständen hatten. Die Schweinepest ist eine Tierseuche, die für den Menschen ungefährlich ist.

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