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19.04.2012

14:06 Uhr

„Schwere Belastung“

Unmut der Künstler über höhere Mehrwertsteuer

Die Freiberufler kritisieren den Plan, den Mehrwertsteuersatz für Kunstschaffende zu erhöhen. Ihr Interessenverband hält die Pläne der Bundesregierung für eine starke Belastung vor allem für kleine Künstler.

Schauspielerin einer Theatergruppe: Die Freiberufler fürchten die höhere Steuerbelastung. dpa

Schauspielerin einer Theatergruppe: Die Freiberufler fürchten die höhere Steuerbelastung.

DüsseldorfDer Bundesverband der Freien Berufe (BFB) läuft Sturm gegen die geplante Erhöhung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für den Kunsthandel. „Eine höhere Umsatzsteuer stellt für viele kleine Künstler eine schwere Belastung dar“, sagte BFB-Präsident Rolf Koschorrek dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Auf dem hart umkämpften Markt hätten die Kunstschaffenden unter dieser Steuerverschärfung erheblich zu leiden.

Koschorrek forderte deshalb umfangreiche Ausgleichszahlungen für die Betroffenen. Es dürfe weder individuell noch in der Summe zu Mehrbelastungen kommen. „Der Ausgleich muss in voller Höhe erfolgen und auch den Einzelnen erreichen“, sagte Koschorrek.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Wirtschaftsstaatssekretär Hans-Joachim Otto (FDP) hatten in einem dem Handelsblatt vorliegenden Brief jüngst bestätigt, dass die Bundesregierung gegenüber der EU-Kommission bald erklären müsse, dass Deutschland den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf den normalen Satz (19 Prozent) erhöhen werde.

Von

sig

Kommentare (3)

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Idiots_for_Eurobombs

19.04.2012, 14:46 Uhr

Nichts wie raus aus der EU. Da werden nun schon die Geringstverdiener zur Finanzierung der Geldverschleuderungsorgien der EU abgezockt.

Account gelöscht!

19.04.2012, 14:56 Uhr

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz sollte nur für Waren des Grundlebensbedarfs (Lebensmittel) gelten. Kunstgegenstände zählen nicht dazu. Es ist richtig, die zahllosen Ausnahmen von diesem Grundsatz abzubauen (z.B. auch die Ermäßigung auf Hotelübernachtungen), auch wenn verständlicherweise die jeweils betroffene Personengruppe aufschreit.

MaWo

19.04.2012, 17:56 Uhr

@ stefriegel,
sicherlich werden jetzt Beweise formuliert, dass "geistige Nahrung" halt auch Nahrung wäre.
Im übrigen ist es weniger das Problem des MWST-Satzes (da Kosten als Vorsteuer in Abzug gebracht werden), sondern die Tatsache, dass bei geringen Einkünften bei Selbständigen die Relation zwischen Abgaben und Ertrag nicht stimmt.

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