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16.03.2014

12:06 Uhr

Sebastian Edathy

Edathy rechnet mit SPD-Führung ab

Sebastian Edathy meldet sich zu Wort: In einem Interview erklärte der SPD-Politiker, er sei Gegner von Kinderpornografie. Eine Entschuldigung lehnt er ab – und äußert stattdessen Verbitterung über die SPD-Parteispitze

Gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy wird wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ermittelt. dpa

Gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy wird wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ermittelt.

HamburgDer frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat das von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel angestrebte Ordnungsverfahren gegen ihn kritisiert. „Vor Ende der Ermittlungen kann nicht ernsthaft ein Ordnungsverfahren angestrengt werden“, sagte Edathy dem „Spiegel“. Er habe sich nicht bewusst parteischädigend verhalten, beteuerte Edathy. Gegen den SPD-Politiker wird derzeit wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ermittelt. Die SPD-Spitze strebt einen Parteiausschluss an.

Edathy lehnt in dem Interview eine Entschuldigung für sein Verhalten ab: „Ich muss und werde mich für mein Privatleben nicht entschuldigen oder rechtfertigen. Niemand, der sich im privaten Bereich rechtskonform verhält, muss das.“ Edathy hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Internet Nacktaufnahmen von Jugendlichen bestellt, die „im Grenzbereich“ zur Kinderpornographie angesiedelt seien.

Der Politiker berief sich im „Spiegel“ ausdrücklich auf den Schutz seiner Privatsphäre, den auch die SPD zu respektieren habe: Er erachte es für demokratische Parteien als „ausgesprochen problematisch, wenn die Kategorie des moralischen Verhaltens im privaten Bereich für ein Ausschlussverfahren leitend sein soll“.

In dem Interview ließ Edathy Verbitterung über das Verhalten der SPD-Führung erkennen, die mit keinem Satz seine Arbeit im Bundestag gewürdigt habe. Die Parteispitze habe mit dem Ordnungsverfahren dafür gesorgt, „jemandem, der ohnehin schon am Boden liegt, nachträglich noch einen Fußtritt zukommen zu lassen. Das ist taktisch unproblematisch, wenn man hinreichend skrupellos ist.“

Edathy hält sich nach Angaben des „Spiegel“ derzeit an einem geheimen Ort in Südeuropa auf. In dem Interview bestritt er, ein Pädophiler zu sein. „Wenn jemand sagt, ich finde das nicht gut, kann ich das verstehen“, sagte er zur Kritik daran, dass er Nacktaufnahmen von Kindern und Jugendlichen gekauft haben soll. Er betonte aber: „Ich bin nicht pädophil. In der Kunstgeschichte hat der männliche Akt, auch der Kinder- und Jugendakt, eine lange Tradition. Man muss daran keinen Gefallen finden, man darf es aber.“

Der 44-Jährige machte deutlich, dass er gern nach Deutschland zurückkehren würde: „Vor einigen Tagen hatte ich geplant, nach Hause zu reisen, um einige persönliche Angelegenheiten zu regeln: Post sichten, Pflanzen gießen, so was halt.“ Ein Nachbar habe ihn darauf hingewiesen, dass sich vor dem Haus drei Autos mit Journalisten und zwei mit Neonazis befänden. „Ich habe auf die Fahrt dann verzichtet“, sagte Edathy.

In Deutschland sehe er sich derzeit „gewissermaßen verfemt“, sagte der Sozialdemokrat. „Es ist eine völlig surreale Lage, in der ich bin: Meine Arbeit, meine Privatsphäre und mein Zuhause, alles das ist erst mal weg“, sagte er. „Mir fehlt gegenwärtig die Phantasie zu sagen, was ich wann aus meinem Leben machen kann. Ich weiß nur, dass es noch lange nicht vorbei ist.“

Von

afp

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

17.03.2014, 09:58 Uhr

Edathy rechnet mit SPD-Führung ab!
Warum wird seit Wochen diesem Herrn ein Podium in der Presse ermöglicht?
Wer Kinderpornografische Bilder benötigt, um sich aufzugeilen, hat in der Politik und Gesellschaft mit Ächtung zu rechnen.
Wenn jemand wie Herr Edathy aus einem lutherischen Pastorenhaushalt stammt, muss die Frage erlaubt sein, warum er Kinderpornografische Bilder in Kanada bestellt hat?
Keine weiteren Berichterstattungen über diesen Menschen.
Er ist eine Schande für die Politik, genauso wie der Beamte des BKA.

Account gelöscht!

17.03.2014, 18:12 Uhr

Edathys Realitätsverlust
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"Die Bilder der nackten Jungen seien Kunst, erklärt er."
Er hat sich also "Kunstobjekte" gekauft. Das ist ja interessant.
Er soll auch Kunde eines Pornohändlers in Tschechien gewesen sein.
Vielleicht ist er ja auch ein paar mal rübergefahren, um sich die "Kunstobjekte" in Natura zu "mieten". In der "Antike" war das ja auch "normal"!
Und dieser Typ ist immer noch in der SPD!

Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy hat das von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel angestrebte Ordnungsverfahren gegen ihn kritisiert. „Vor Ende der Ermittlungen kann nicht ernsthaft ein Ordnungsverfahren angestrengt werden“, sagte Edathy dem „Spiegel“. Er habe sich nicht bewusst parteischädigend verhalten, beteuerte Edathy.

Er ist doch ein "ehrenwertes Mitglied" der SPD!

Account gelöscht!

18.03.2014, 19:35 Uhr

`81, `90, GENDERnazis, Mafia/Stasi .... Edathy und
der Links-Faschismus ...


... Inland im Land?
eine Analyse zum Status Quo
(mit der Kopier-Empfehlung)

hier:
http://homment.com/StausQuo

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