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30.01.2013

04:01 Uhr

Sexismus-Vorwürfe

SPD: Brüderle muss sich „endlich erklären“

Die FDP stellt sich standhaft hinter ihren Spitzenkandidaten Rainer Brüderle. Naturgemäß sieht das bei den politischen Gegnern anders aus. Ganz allgemein habe die FDP ein Frauenproblem, sagt die SPD-Generalsekretärin.

Rainer Brüderle am festlichen Abend des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). dpa

Rainer Brüderle am festlichen Abend des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).

BerlinDie SPD erhöht in der Sexismus-Debatte den Druck auf FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle. „Herr Brüderle muss die Vorwürfe klarstellen, er muss sich endlich erklären“, sagte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles „Spiegel Online“.

„Wenn alles wirklich so passiert ist, wie beschrieben, hat Herr Brüderle eine deutliche Grenze überschritten.“ Es könne nicht sein, dass die FDP eine Art Wagenburg baue. „Brüderle verschanzt sich hinter seinen Verteidigern. Er lässt seine Parteifreunde den Eindruck erwecken, als sei er das Opfer. Das ist einer liberalen Partei nicht würdig.“

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Nahles monierte, die FDP habe „ein Frauenproblem“. Die FDP habe „die wenigsten weiblichen Abgeordneten im Bundestag und in Führungspositionen - und das seit Jahrzehnten“, sagte die SPD-Generalsekretärin.

Nahles begrüßte die öffentliche Debatte, die durch die Veröffentlichung der Vorwürfe der „Stern“-Reporterin entstand, wandte sich jedoch gegen gesetzgeberische Konsequenzen. „Per Dekret lässt sich Sexismus nicht aus der Welt schaffen“, sagte Nahles. Die aktuelle öffentliche Debatte sei „genau richtig“.

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Die „Stern“-Journalistin hatte in der vergangenen Woche in einem Artikel berichtet, dass Brüderle ihr am Rande des Dreikönigstreffens vor einem Jahr mit anzüglichen Bemerkungen zu nahe gekommen sei. Sie erwähnte darin auch andere Gelegenheiten, bei denen Brüderle durch sexistische Bemerkungen aufgefallen sei.

Kommentare (16)

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Account gelöscht!

30.01.2013, 06:22 Uhr

Ist bei der SPD alles in Ordnung?
Hat die SPD keine anderen Probleme?
Warum muss sich Brüderle erklären?
Jeder weiß doch, er ist kein Kind von Traurigkeit.
Also was ist das Ziel der SPD mit dieser Schlammschlacht?
Ich würde allen Männern dringend raten, kein Interview mit Frauen zu zulassen, des Weiteren würde ich mich so verhalten wie die Manager in den USA, sie meiden es mit Frauen alleine im Aufzug zu fahren.

Account gelöscht!

30.01.2013, 06:24 Uhr

Als ob wir in Deutschland keine anderen Probleme hätten.
Da wird doch eine "Sau durchs Dorf getrieben", was nur lächerlich ist. Etwas Futter für Kampfemanzen! (vielleicht lassen sich da ein paar Wählerinnenstimmen abgreifen?)
Mann bleibt Mann und Frau bleibt Frau und unser genetisch bedingtes Brunftverhalten läßt sich doch nicht durch Gesetze einsperren.
Beklagt sich etwas ein Mann, wenn eine Frau zu ihm sagt, daß er "einen geilen Arsch hätte"?
Brüderle kann mir leid tun, aber auch unsere deutsche Pressen, die so begierig auf dieses lächerliche Thema aufgesprungen ist.
Wollen wir amerikanische Verhältnisse?
Im Erdgeschoß zu einer Frau in den Aufzug einsteigen, sie anzusehen, und beim Aussteigen im 10. Stock dann gleich wegen Sexismus verklagt werden?
Folge für die Gesellschaft: Mann trifft sich nur noch unter Zeugen (Anstands Wauwau) mit einer Frau.
Nun ja - islamische Verhältnisse, wenn die Frau dann gleich noch ihren Bruder mitbringt.

THHL

30.01.2013, 06:57 Uhr

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