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01.10.2014

14:22 Uhr

Sicherheit

Bandenkriminalität in Deutschland nimmt zu

Kriminelle Banden sind in Deutschland aktiver als im Jahr zuvor – die Zahl der Ermittlungsverfahren steigt. Auf das Konto der Banden gehen neben den üblichen Feldern wie Rauschgifthandel zunehmend auch andere Verbrechen.

Auch Betrügereien am Telefon gehen zunehmend auf das Konto von Banden. dpa

Auch Betrügereien am Telefon gehen zunehmend auf das Konto von Banden.

BerlinDeutschland wird immer mehr zur Zielscheibe krimineller Banden. Die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Organisierter Kriminalität (OK) sei auf 580 im vergangenen Jahr angestiegen nach 568 Verfahren 2012, teilte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere am Mittwoch in Berlin mit. Die Zahl der Tatverdächtigen sei von 7973 auf 9155 angewachsen.

Neben den üblichen Feldern wie Rauschgifthandel gingen Wohnungseinbrüche, Autodiebstähle und Betrügereien am Telefon zunehmend auf das Konto von Banden, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke. Der Schaden durch Organisierte Kriminalität summierte sich 2013 nach Angaben des Ministers auf 714 Millionen Euro. Davon entfielen 407 Millionen Euro auf die Wirtschaft.

Bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität werde internationale Zusammenarbeit immer wichtiger, da diese Gruppierung zunehmend länderübergreifend arbeiteten, sagte de Maiziere. „Gerade beim EU-Annäherungsprozess müssen wir auf deutliche Fortschritte bei der OK-Bekämpfung bestehen – vor und nach einem Beitritt“, forderte der Minister. Ziercke sagte, die Mehrzahl der in Deutschland agierenden Banden werde durch ausländische Staatsangehörige dominiert.

Nur durch internationale Zusammenarbeit könnten die Sicherheitsbehörden gegen diese Strukturen vorgehen. Vergangene Woche hatte die europäische Polizeibehörde Europol bekanntgegeben, dass bei einer länderübergreifenden Aktion über 1000 Verdächtige festgenommen wurden.

Nachbesserungsbedarf sieht de Maiziere bei den Möglichkeiten, die Gewinne der Banden zu beschlagnahmen. Dies gelte etwa bei den Maßnahmen gegen Geldwäsche. Derzeit könne schätzungsweise nur etwa ein Viertel der kriminellen Gewinne abgeschöpft werden. „Wir müssen noch besser an die Lebensgrundlage der OK, ihre finanzielle Basis, herankommen“, sagte der Minister.

Von

rtr

Kommentare (6)

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real. ist

01.10.2014, 15:00 Uhr

Ach ja, jetzt könnt' ich wieder schreiben, dass es vor genau diesen Zuständen bereits genügend Warnungen gegeben hat.

Aber, ich will mich jetzt hier nicht wieder das braune Kapperl aufsetzen lassen. :D

Herr Omarius M.

01.10.2014, 15:31 Uhr

tja wer nich hören will muss fühlen...^^

grenzkontrollen sind ja sowas von "unmodern"....und ganz böse rechts..^^

fakt ist nur der bürger wurde damit nun jahrelang allein gelassen....^^

bis die tage war das noch "verschwörungstheorie.."

das so Banden und CLans schalten und walten können wie sie wollen...

dafür steht der Balkan voll mit netten Klinkerhäuslen...^^

Armes D..

real. ist

01.10.2014, 18:00 Uhr

mir

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