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12.11.2015

13:27 Uhr

Sicherheitslage verschlechtert

Deutschland schickt mehr Soldaten nach Afghanistan

Von wegen Afghanistan-Abzug: Die Bundesregierung will wieder mehr Soldaten an den Hindukusch schicken. Die Sicherheitslage habe sich seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 massiv verschlechtert, so die Begründung.

Nach dem neuen Bundestagsmandat sollen wieder mehr Soldaten an den Hindukusch geschickt werden. dpa

Bundeswehr in Afghanistan

Nach dem neuen Bundestagsmandat sollen wieder mehr Soldaten an den Hindukusch geschickt werden.

BerlinDie Bundesregierung will die Zahl der deutschen Soldaten in Afghanistan angesichts der verschlechterten Sicherheitslage offenbar wieder aufstocken. Die Obergrenze solle im neuen Bundestagsmandat von 850 auf 980 Soldaten erhöht werden, sagte der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold der „Berliner Zeitung“ (Donnerstagausgabe) und bestätigte damit einen Bericht des Militärbloggers Thomas Wiegold. „Der Auftrag wird nicht verändert. Aber die Bundeswehr muss auch in die Lage versetzt werden, ihn zu erfüllen“, sagte Arnold. Die deutschen Soldaten sollen die afghanische Armee beraten.

Der Blogger Wiegold hatte auf seiner Internetseite „Augen geradeaus!“ unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, die Bundeswehrsoldaten sollten die afghanischen Einheiten künftig auch unmittelbar im Einsatz beraten können. Dies war bisher nur eingeschränkt möglich. Eine Rückkehr zum Kampfeinsatz solle es nicht geben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums hatte dazu lediglich erklärt, der Mandatsentwurf werde derzeit zwischen den Ministerien abgestimmt.

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 massiv verschlechtert. Die Zahl der afghanischen Flüchtlinge in Deutschland stieg seither drastisch. Im Herbst eroberten die radikal-islamischen Taliban zeitweise die Stadt Kundus, wo die Bundeswehr lange ein großes Feldlager hatte. Es war einer der größten Erfolge der Extremisten seit ihrem Sturz 2001 und führte dazu, dass die internationalen Truppen nun länger als ursprünglich geplant im Land bleiben werden.

Von

rtr

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