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04.02.2012

18:04 Uhr

„Sieg liegt in der Luft“

Nord-SPD setzt auf Bildung

Mindestens 26 Abgeordnetensitze hat sich SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein vorgenommen. Punkten wollen die Nord-Genossen vor allem über das Thema Bildung - und mit Kritik an Christan Wulff.

Siegesgewiss: SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig dpa

Siegesgewiss: SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig

LübeckFür die Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig seiner Partei hohe Ziele gesetzt. „Sieg liegt in der Luft“, sagte Albig am Samstag beim Landesparteitag in Lübeck. Die SPD solle am 6. Mai mindestens 26 Abgeordnetensitze erringen. Das wäre zwar nur einer mehr als derzeit, aber der nächste Landtag wird wahrscheinlich deutlich weniger als die jetzt 95 Mitglieder haben. Zudem wollen die Sozialdemokraten wenigstens 9 der 35 Wahlkreise gewinnen. „Die holen wir auf jeden Fall“, sagte Albig.

2009 hatten sie nur 6 von damals 40 erobert. Der Parteitag beschloss fast einstimmig ein kompaktes Programm mit Bildung als absolutem Schwerpunkt. Auch dem Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren wird Vorrang eingeräumt. Mindestens ein Kita-Jahr soll in der nächsten Wahlperiode beitragsfrei werden.

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Die Nord-SPD hatte am Freitagabend Albig offiziell zum Spitzenkandidaten gewählt. Der 48-jährige Oberbürgermeister von Kiel war einziger Bewerber und erhielt 188 von 194 gültigen Stimmen - 96,9 Prozent. Auf die folgenden Listenplätze wurden am Samstag die aus einer türkischen Familie stammende Serpil Midyatli gewählt sowie Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner. Stegner hatte einen Mitgliederentscheid um die Spitzenkandidatur klar gegen Albig verloren.

Als Gastrednerin sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig am Samstag: „Es geht am 6. Mai darum, dass die unzuverlässige schwarz-gelbe Landesregierung in Kiel abgelöst wird.“ Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern warf dem wegen seiner Kredit- und Medienaffäre in der Kritik stehenden Bundespräsidenten Christian Wulff eine Schnäppchenjägermentalität vor, mit der er alle Vorurteile gegenüber der Politik verstärke. Das Staatsoberhaupt sei keine moralische Instanz mehr.

Von

dpa

Kommentare (6)

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MaWo

04.02.2012, 18:58 Uhr

Hallo,
auf eine Bildung zu setzen, die über die simpelsten Regeln hinausgeht, spreche ich jeder der sog. etablierten Parteien ab.
Selber denkende Bürger haben längst erkannt, dass es weder eine christlich, noch eine sozial geprägte Partei gibt, obwohl zwei Parteien das "C" unsd das "S" als Kürzel im Parteinamen führen.

LUGundTRUG

04.02.2012, 19:47 Uhr

Auf Bildung hat auch die SPD in NRW grossspurig gesetzt, grosse Versprechungen nichts dahinter - meine Tochter besucht ein Wirtschaftsgymnasium in NRW und es besteht nicht die Möglichkeit einen Englisch - Leistungskurs anzubieten.
Die Blockparteien SPD,CDU,FDP,Grün haben nur für den EUrowahn Geld, aber nicht für unsere Kinder!

Kritiker

05.02.2012, 02:40 Uhr

In RLP versagt die Regierung ebenfalls überall - somit auch bei der Bildung. Rekordunterrichtsausfall.

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