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22.07.2017

16:27 Uhr

Sigmar Gabriel

Offener Brief an Türken in Deutschland

Gabriel wendet sich mit einem Brief an die Türken in Deutschland. Er macht klar, warum Deutschland die jüngsten Aktionen Ankaras nicht dulden kann und wird. Die Türkische Gemeinde in Deutschland begrüßt sein Schreiben.

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), hier auf einer Pressekonferenz im Auswärtigen Amt, wendet sich an die in Deutschland lebenden Türken und wirbt um Verständnis für unpopuläre Maßnahmen gegen Ankara. dpa

Diplomatische Krise zwischen Türkei und Deutschland

Außenminister Sigmar Gabriel (SPD), hier auf einer Pressekonferenz im Auswärtigen Amt, wendet sich an die in Deutschland lebenden Türken und wirbt um Verständnis für unpopuläre Maßnahmen gegen Ankara.

BerlinUngeachtet des Streits zwischen den Regierungen in Berlin und Ankara hat Außenminister Sigmar Gabriel den in Deutschland lebenden Türken seine Wertschätzung signalisiert. Die angekündigte Neuausrichtung der deutschen Türkei-Politik richte sich weder gegen die Menschen in der Türkei noch gegen jene mit türkischen Wurzeln in Deutschland, schrieb der SPD-Politiker in einem offenen Brief, den die „Bild“-Zeitung an diesem Samstag in deutscher und türkischer Sprache veröffentlichen will. „Gleichgültig, wie schwierig die politischen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind, bleibt für uns klar: Sie, die türkischstämmigen Menschen in Deutschland, gehören zu uns – ob mit oder ohne deutschen Pass.“

Gabriel betonte erneut, die Bundesregierung könne der Verhaftung deutscher Staatsbürger nicht tatenlos zusehen. Er hatte am Donnerstag als Reaktion auf die Verhaftung des Menschenrechtlers Peter Steudtner und anderer Deutscher eine „Neuausrichtung“ der deutschen Politik gegenüber der Türkei angekündigt.

Die Türkische Gemeinde in Deutschland begrüßte Gabriels offenen Brief. „In der jetzigen Situation ist es richtig, Dialogbereitschaft zu zeigen“, sagte der Vorsitzende des Dachverbandes von etwa 260 Einzelvereinen, Gökay Sofuoglu, der Zeitung „Welt am Sonntag“ laut Vorabbericht. Die Anerkennung und politische Vertretung von türkischstämmigen Menschen sei zu lange vernachlässigt worden. „Wir würden uns wünschen, dass wir in dieser Krise näher zusammenrücken. Der Außenminister hat einen Anfang gemacht.“

Das Auswärtige Amt verschärfte seine Reisehinweise für das beliebte Urlaubsland. Außerdem stellt Deutschland die staatliche Absicherung von Türkei-Geschäften der deutschen Wirtschaft durch sogenannte Hermes-Bürgschaften auf den Prüfstand. Auch sollten Investitionskredite, Wirtschaftshilfen und die EU-Vorbeitrittshilfen überdacht werden, sagte Gabriel.

Bayerns Ministerpräsident Seehofer will die Vor-Beitrittshilfen beenden. Zudem sei „auch eine Reisewarnung je nach weiterer Entwicklung im Auge zu behalten“, sagte der CSU-Chef der „Welt am Sonntag“. Eine Reisewarnung wäre eine deutliche Verschärfung der Reisehinweise des Auswärtigen Amtes. „Auf jeden Fall ist für mich klar, dass sich eine EU-Vollmitgliedschaft endgültig erledigt hat.“

Kommentare (1)

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Herr Günther Schemutat

24.07.2017, 09:03 Uhr

Der offene Brief in der Bild an die Türken , diente wieder mal Gabriel als Selbstbefriedigung. und Selbstdarstellung . Er fängt mit:
Zitat
ICH MÖCHTE MICH - auch im Namen der Bundesregierung - in dieser Form an Sie wenden.

Ich ich ich Gabriel spricht im Namen aller Deutschen ( Deutsch-Türken,Deutsch Aleviten Deutsch Kurden etc ) folgenden Satz:
Zitat
Die Freundschaft zwischen Deutschen und Türken ist ein großer Schatz.

Was bringt Gabriel bloß dazu an der Wahrheit vorbei zu Lügen. Ich sehe in Hamburg den Großen Schatz und der sollte ich sein für Türken , die meist in der Mehrheit sind und sich so benehmen.

Langsam ist genug mit Kanzlerkandidat Gabriels Narzissmus , schon beim Frühstück beißt man in das Brötchen und Gabriel ist schon drauf. Das Steinmeier
dann sein altes Außenamt wieder aufnimmt ist da noch verständlich , aber was bleibt für Schulz.

Vielleicht den Vorwärts vom ersten Blatt bis heute betreuen , sonst fällt mir nichts ein.

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