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05.07.2016

09:19 Uhr

Sigmar Gabriel

SPD legt in Umfrage zu

Ungewohnter Aufwind für die Sozialdemokraten: Die Partei gewinnt in einer Umfrage zwei Prozentpunkte hinzu, während die Union stagniert. Meinungsforscher schreiben das dem umtriebigen SPD-Chef Sigmar Gabriel zu.

SPD-Chef Gabriel fordert eine Neuausrichtung der EU. dpa

Mehr soziale Gerechtigkeit

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BerlinDie SPD hat in der politischen Stimmung in Deutschland zugelegt. Im von der „Bild“-Zeitung am Dienstag veröffentlichten Insa-Meinungstrend konnten sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf 21 Prozent Zustimmung verbessern. Insa-Chef Hermann Binkert begründete dies mit einer stärkeren Profilierung von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Dadurch habe die SPD zulasten von Linken und Grünen gewinnen können.

Da CDU/CSU unverändert bei 30 Prozent liegen, hätte die große Koalition weiter eine deutliche Mehrheit, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre. Drittstärkste Kraft ist die rechtspopulistische AfD, die einen halben Punkt auf 14,5 Prozent zulegen konnte. Es folgen mit Verlusten von je einem Punkt im Vorwochenvergleich die Grünen (12 Prozent) und die Linke (10 Prozent). Die FDP liegt unverändert bei acht Prozent.Das Meinungsforschungsinstitut befragte von Freitag bis Montag insgesamt 2001 Wahlberechtigte.

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Die SPD wird sich künftig noch stärker von der Union abgrenzen. Die neue Generalsekretärin der Partei kündigt einen Gerechtigkeitswahlkampf an. Einen weiteren Wahlsieg der Kanzlerin hält sie keinesfalls für ausgemacht.

Gabriel hatte in den vergangenen Tagen unter anderem eine Neuausrichtung der EU gefordert. Er plädierte in einem Zeitungsinterview am Sonntag für eine Verkleinerung der EU-Kommission und eine sozialere Ausrichtung der Staatengemeinschaft.

Der Vizekanzler sagte außerdem bei einer SPD-Konferenz in Berlin, das Votum der Briten gebe die Chance, Europa so zu verändern, dass es wieder mehr Zustimmung erhalte. Gabriel kritisierte Pläne für härtere Sparauflagen in notleidenden Ländern. Die EU sei zunehmend gespalten in den ärmeren Süden und den reicheren Norden. Der Wirtschaftsminister hatte am Donnerstag bei einem Treffen mit dem linken griechischen Regierungschef Alexis Tsipras mehr Wachstumsimpulse für EU-Krisenländer gefordert.

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